Carl Zeiss Jena: Sehnsucht nach einem neuen Thiele

Ersatz womöglich erst Ende August

Ex-Stürmer Timmy Thiele ist für Jena nur schwer zu ersetzen

Wird in Jena vermisst: Ex-Torjäger Timmy Thiele © imago/christoph worsch

Bei Carl Zeiss Jena blicken Trainer Mark Zimmermann und Sportdirektor Kenny Verhoene dem Saisonstart gegen die SG Sonnenhof Großaspach (Samstag) mit gemischten Gefühlen entgegen. Der Abgang von Torjäger Timmy Thiele zum neuen Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern bereitet den Thüringern trotz 400.000 Euro Ablöse immer noch viel Kopfzerbrechen.

Wir müssen das als Gemeinschaft lösen. (FCC-Trainer Mark Zimmermann)

„Natürlich können wir einen wie Timmy nicht eins zu eins ersetzen“, sagte Zimmermann in der Thüringer Allgemeinen zur schwierigen Personalsituation im Angriff. Allerdings habe seine Mannschaft in der vergangenen Saison bewiesen, auch ohne den schnellen Stürmer guten Fußball spielen zu können, fügte der Coach mit Blick auf zahlreiche Begegnungen ohne Thiele zurück. „Wir müssen das als Gemeinschaft lösen“, meinte der 44-Jährige in der Bild-Zeitung.

Thiele im Vorjahr ein Erfolgsgarant

Thiele war in der zurückliegenden Spielzeit ein eminent wichtiger Spieler für den FCC. Nicht zuletzt aufgrund der elf Tore des gebürtigen Berliners in 22 Liga-Spielen hatte sich Jena als Aufsteiger vergleichsweise ungefährdet den Klassenerhalt sichern können.

Alleine auf Leihspieler Julian Günther-Schmidt als einzigen „echten“ Stürmer im Kader will sich Jenas sportliche Führung nicht zuletzt aufgrund des verschärften Abstiegskampfes denn auch nicht verlassen. Zwar hat sich der nach Thieles Abschied ausgerufene „Plan B“ noch nicht in die Tat umsetzen lassen, doch sucht Verhoene weiter eifrig nach einem Ersatz.

Dabei will der Belgier auf Zeit spielen und sich nicht unter Druck setzen lassen. Womöglich wird Zimmermann die ersten Saisonspiele deswegen trotz des finanziellen Spielraums durch die Thiele-Ablöse zunächst nur mir Günther-Schmidt als Spitze auskommen müssen. „Wir haben gemerkt, dass es für uns besser ist, wenn wir bis zum Ende der Transferfrist warten“, erläuterte Verhoene in der Bild seine Strategie: „Dann ergeben sich bessere Angebote.“

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