Carl Zeiss Jena: Sulu vorne und hinten wichtig

Routinier ist gleich Anführer

Aytac Sulu bei seinem FCC-Debüt.

Bereits vor seiner Einwechslung nahm Aytac Sulu die Anführer-Rolle an. ©imago images/Hübner

Am vorletzten Tag der Transferphase lotste Carl Zeiss Jena Aytac Sulu ins „Paradies“. Der 34-Jährige „bringt Mentalität und viel Erfahrung mit“, kommentierte sein neuer Trainer Rico Schmitt die Verpflichtung. Diese Mentalität war auch beim 1:1 gegen Braunschweig zu sehen, als Sulu immer wieder Kommandos und Anweisungen gab – während er sich hinter dem Jena-Tor warmlief.

„Ich versuche, auch da meinen Job zu erfüllen. Der eine braucht Streicheleinheiten, der andere einen Tritt in den Hintern“, erklärte der Ex-Darmstädter in der Bild (Ausgabe vom 03.02.2020) seine etwas unübliche Interpretation als Führungsspieler.

Gegen Zwickau in der Startelf?

Die dürfte er am kommenden Montag bereits auf dem Feld ausüben, wenn der FCC den FSV Zwickau empfängt. Bei zwölf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer hat Jena keine Zeit zu verlieren und benötigt gegen die seit drei Partien ungeschlagenen „Schwäne“ dringend Zählbares, um die ohnehin kleine Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu halten.

Sulu – der bis dahin eine komplette Trainingswoche hat, um sich mit den Abläufen innerhalb der Mannschaft, seinen Mitspielern und den Vorstellungen von Schmitt vertraut zu machen – dürfte dabei ein ernsthafter Kandidat für die Startelf sein. In der Innenverteidigung war zuletzt das Trio Dominic Volkmer, Nico Hammann und Marius Grösch gesetzt, das nun jedoch gesprengt werden könnte.

Denn Ole Käuper sah gegen Braunschweig seine fünfte gelbe Karte, der Platz der Werder-Leihgabe im defensiven Mittelfeld ist neu zu besetzen. Hier könnten René Eckardt oder Daniel Stanese zum Einsatz kommen, aber auch Hammann ist eine Option. Der Routinier könnte erneut eine Position nach vorne rutschen und seinen Platz in der Dreierkette somit an Sulu abgeben.

Lufthoheit

Sollte Schmitt Hammann weiterhin als Innenverteidiger einplanen, dürfte das jedoch keinen Einfluss auf einen Startelf-Einsatz von Sulu haben, stattdessen Grösch das Nachsehen haben. Dass Jena dringend Stabilität benötigt, untermauert die mit bereits 48 Gegentoren schwächste Defensive der Liga.

Dass auch die eigenen Ausbeute mit 22 Treffern, nur Großaspach traf noch seltener, Luft nach oben hat, spricht zudem für einen Stammplatz von Sulu: Seine Kopfballstärke hat der Deutsch-Türke bereits im Trikot von Darmstadt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Da gegen Zwickau mit Kilian Pagliuca und Meris Skenerovic zwei Stürmer nach roten Karten fehlen, könnten Standards ein probates Mittel sein, um zum Torerfolg zu kommen.

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