Carl Zeiss Jena: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Julian Günther-Schmidt mit Maximilian Wolfram

Wie oft dürfen Günther-Schmidt (l.), Wolfram und Co. jubeln? ©Imago/Eibner

Durchwachsen in die vergangene Saison gestartet, entwickelte sich der FCC zu einer unangenehm zu bespielenden Mannschaft, die vor allem zuhause kaum zu bezwingen war. Am Ende erarbeitete sich Jena so einen sehr achtbaren elften Platz. Allerdings verließen nun einige Leistungsträger den Verein, allen voran Angreifer Timmy Thiele. Kann Trainer Mark Zimmermann das kompensieren und den Klassenerhalt erneut schaffen? Liga-Drei.de macht den Teamcheck und liefert im Fazit eine Saisonprognose.

Kader & Transfers

Von den Abgängen wiegen die von Mittelfeldmann Jan Löhmannsröben und Angreifer Timmy Thiele am schwersten. Allerdings kann Jena auch ohne den Knipser, der in der vergangenen Saison lange ausfiel und über die Hälfte seiner Saisontore in zwei Spielen (gegen Wehen Wiesbaden und Halle) schoss.

Ein echter Coup war jedenfalls die Verlängerung der Leihe von Arbeitstier Julian Günther-Schmidt, der im Sturm den Takt vorgeben soll. Dazu kommt mit Felix Brügmann ein ambitionierter Regionalliga-Knipser, für den die dritte Liga allerdings Neuland ist. Das gleiche gilt für Fabien Tchenkoua und Logan Rogerson, sie werden wohl erstmal Anlaufzeit benötigen.

Für die Abwehr kommt mit Michael Schüler (Koblenz) ein interessanter Akteur, der seine fußballerische Ausbildung bei Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln genoss. Weiterhin setzt Jena auf den eigenen Nachwuchs und auf Identifikationsfiguren wie René Eckardt. Auch Manfred Starke hat Führungsansprüche angemeldet.

Die aktuelle Form

In den Partien gegen den tschechischen Zweitligisten FK Ústí nad Labem sowie gegen Union Berlin wurde Jena bereits gut gefordert, hielt allerdings ebenso anständig mit, auch wenn das Herausspielen von Chancen noch Schwierigkeiten bereitete.

In Torlaune brachte sich der FCC beim Benefizspiel gegen den SV Jena Zwätzen, wo beim 8:0 unter anderem Günther-Schmidt und Maximilian Wolfram doppelt trafen. Ansonsten war zu beobachten, dass die defensiven Abläufe bereits gut abgestimmt waren.

Stärken & Schwächen

Wie bereits eingangs erwähnt, war die Zimmermann-Truppe zuhause eine Macht und verlor nur drei Spiele im Paradies. Diese Heimstärke muss auch in der kommenden Saison die Grundlage für weitere Erfolge bilden.

Zudem sollte sich der FCC einen mauen Saisonstart wie in der letzten Spielzeit nicht leisten, da aufgrund der stärkeren Konkurrenz die Gefahr besteht, schneller nach hinten zu rücken. Allerdings kennen die Spieler nun Tempo und Intensität in der dritten Liga und können sich besser darauf einstellen.

Im Kern ist die Aufstiegstruppe zusammengeblieben und hat mit Mark Zimmermann einen Trainer an der Seitenlinie, dem sie blind folgt. Diese Eingeschworenheit könnte zum Trumpf werden. Verbessern muss Jena jedenfalls seine Auswärtsbilanz. 35 Gegentore auf fremdem Platz waren in der letzten Saison der viertschlechteste Wert.

Mark Zimmermann auf dem Spielfeld

Hat einen Plan: FCC-Coach Mark Zimmermann. ©Imago/Manngold

Der Trainer

Mark Zimmermann kennt den Verein wie seine eigene Westentasche. Als Spieler trug er bereits das FCC-Trikot, seit 2007 steht er in Jena an der Seitenlinie. Er begann dabei als Co-Trainer und übernahm dann für mehrere Jahre die U19 des Vereins, was ihm heute noch Vorteile bringt: Junge Spieler weiterzuentwickeln ist eine ausgeprägte Fähigkeit Zimmermanns.

2016 übernahm er den FCC und führte ihn in die dritte Liga. In Jena ist Zimmermann unumstritten, auch, weil er eine passende Mentalität und eine „Niemals-aufgeben-Einstellung“ vorlebt.

Die mögliche Startelf

Zimmermann schickte seine Elf in der vergangenen Saison meist im 4-2-3-1 oder im 4-4-2 System aufs Feld, was wohl auch in der kommenden Spielzeit zur Standardausrichtung wird. Coppens ist momentan die Nummer 1, allerdings gibt sich Aufstiegskeeper Koczor nicht kampflos geschlagen.

Davor ist Denis Slamar in der Innenverteidigung gesetzt, genauso wie Guillaume Cros auf der Linksverteidigerposition. Im Mittelfeld geben Sören Eismann und René Eckardt den Ton an. Im Sturm führt an Günter-Schmidt kein Weg vorbei, neben ihm kommt Felix Brügmann oder leicht hängend Manfred Starke in Frage.

Die voraussichtliche Aufstellung: Coppens – Fl. Brügmann, Slamar, Schüler, Cros – Wolfram, Eismann, Eckardt, Tchenkoua – Starke – Günther-Schmidt

Fazit & Prognose

Gegen die enorme Konkurrenz kann der FCC mit Eingespieltheit und guter Moral punkten, in puncto individueller Klasse hat Jena allerdings gegen die meisten Konkurrenten das Nachsehen. Verbessern muss sich der FCC im Spiel nach vorne, was durch den Verlust von Timmy Thiele nicht einfach wird. Nichtsdestotrotz: Wenn das Ernst-Abbe-Sportfeld wieder zur Festung wird, ist für den FCC der Klassenerhalt knapp drin.

Wo landet Carl Zeiss Jena in der Saison 2018/19? Jetzt direkt bei bwin darauf tippen & bis zu 100€ Bonus kassieren.