Carl Zeiss Jena: Torwart-Debatte statt Abstiegskampf

Coppens bedrängt Stammkeeper Koczor

Schürt Konkurrenz der Torhüter: Jenas Coach Mark Zimmermann

In Torwartfrage unentschieden: FCC-Trainer Mark Zimmermann © imago/picture point

Durch den schon nahezu perfekten Klassenerhalt ist bei Carl Zeiss Jena Raum für neue Themen entstanden. Vor dem Nachholspiel beim Mitaufsteiger SV Meppen (Mittwoch) beherrscht bei den Thüringern eine überraschende Torwart-Debatte die Szenerie, nachdem Jo Coppens auch nach Ablauf der Zwei-Spiele-Sperre für den etatmäßigen Stammkeeper Raphael Koczor am Osterwochenende beim 2:1-Sieg im Ostduell mit dem FSV Zwickau zwischen den Pfosten stand.

Allerdings soll die aufsehenerregende Personalie noch keine Grundsatzentscheidung für die restliche Saison gewesen sein. Jedenfalls legte sich FCC-Trainer Mark Zimmermann in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 03.04.2018) für das bevorstehende Gastspiel im Emsland noch nicht auf einen der beiden Schlussmänner fest. „Ich werde mich Dienstag beziehungsweise Mittwoch entscheiden“, sagte der Coach.

Ich wollte ihm nicht das Gefühl geben, dass er wieder außen vor ist. (FCC-Coach Mark Zimmermann)

Zimmermann begründete Koczors unerwartete Reservistenrolle gegen Zwickau etwas ungewöhnlich mit einem Patzer von Coppens bei der vorherigen 1:2-Heimniederlage gegen Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers. „Ich wollte ihm nicht das Gefühl geben, dass er nach diesem Fehler wieder außen vor ist.“

Koczors Stammplatz schien ungefährdet

Tatsächlich schien Koczor bis zum vergangenen Samstag als Nummer eins fest gesetzt. Der 29-Jährige, einer der Aufstiegshelden der vergangenen Saison, hatte im Saisonverlauf vor seiner Sperre lediglich einmal im vorigen Herbst wegen Kniebeschwerden pausieren müssen.

Zu seiner zumindest vorübergehenden Degradierung gab Koczor bislang keinen Kommentar ab. Sein Rivale Coppens bemühte sich unterdessen um einen feinfühligen Umgang mit der neuen Situation für beide Keeper. „Das ist ja kein Kampf Koczor gegen Coppens. Das ist eine Entscheidung, die der Trainer trifft“, betonte der Belgier im Fachmagazin Kicker (Heft 28 vom 03.04.2018) einen professionellen Konkurrenzkampf ohne persönliche Animositäten.

Für die Teamkollegen von Coppens und Koczor steht die Konzentration auf den womöglich letzten entscheidenden Schritt zum angestrebten Saisonziel Klassenerhalt im Vordergrund. Trotz schon elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone warnt Manfred Starke vor verfrühter Selbstzufriedenheit. „Wir brauchen immer noch ein paar Punkte, damit wir es ganz klarmachen können“, mahnte der 27-Jährige in der Bild.

Noch kein Konto bei 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!