Carl Zeiss Jena: Verhoene nicht mehr bei U19

Aufsichtsrat empfiehlt Abberufung

Kenny Verhoene von Carl zeiss Jena

Kenny Verhoene wird nicht mehr im Nachwuchsbereich des FCC tätig sein. ©Imago images/Karina Hessland

Kenny Verhoene ist mit sofortiger Wirkung nicht mehr für die U19 von Carl Zeiss Jena zuständig. Nach massiven Vorwürfen von NLZ-Spielern und deren Eltern hat der FCC eine Kommission mit Klärung der Sachverhalte beauftragt. Deren Ergebnissen folgten nun Handlungsempfehlungen des Aufsichstrats, die auf der FCC-Homepage veröffentlicht wurden.

Eine davon, die ohne Umschweife umgesetzt wurde, ist die Abberufung Verhoenes. Der Belgier war ohnehin nicht mehr Vollzeit für die A-Jugend zuständig, seit er an der Seite von René Klingbeil offiziell Cheftrainer der Profis wurde.

Sportdirektor-Suche wird dringender

Damit bleibt der 47-Jährige im Verein im Gegensatz zu NLZ-Leiter Heiko Nowak, dem im Zuge des Skandals gekündigt worden war. Diesen Posten schnellstmöglich nachzubesetzen und auch einen Sportdirektor zu installieren sind weitere dringliche Empfehlungen des Aufsichstrats.

Die Ursachen für die Probleme im NLZ liege demnach vor allem in organisatorischen Mängeln. „Im Aufarbeitungsprozess wurde deutlich, dass es sowohl in den Strukturen des Nachwuchsleistungszentrums als auch bei den Schnittstellen zur Spielbetriebs GmbH Defizite gibt“, so Geschäftsführer Chris Förster.

„Speziell das Fehlen des Sportdirektors, zu dessen Aufgaben es eben auch gehört, als Ansprechpartner für die U19 zur Verfügung zu stehen und nah am Geschehen zu sein, wurde in den Auswertungen als eines der wichtigsten Problemfelder erkannt.“  

Zu den konkreten Vorwürfen an Verhoene wurde in der Mitteilung des FCC keine Stellung bezogen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Mario Voigt stellt lediglich fest: „Die öffentliche Diskussion und Halbinformationen haben dem Verein, den Trainern und den Spielern massiv geschadet, was wir extrem bedauern und uns sehr leid tut. Wir werden alles dafür tun, dass der FCC als Ausbildungsverein seine Reputation wieder zurückgewinnt.“