Carl Zeiss Jena: Verkauft Duchatelet seine Anteile?

Investor soll Ausstieg erwägen

Roland Duchatelet auf der Tribüne

Seit 2014 investiert Roland Duchatelet (r.) in den FC Carl Zeiss Jena. Doch wie lange noch? ©Imago/Jacob Schröter

Enorme Unruhe herrscht derzeit in Jena, hervorgerufen durch die sportlich bedrückende Situation, die sich auf die Geschehnisse neben dem Platz auswirkt. Die Wende soll allerdings weiterhin der bei den Fans umstrittene Trainer Lukas Kwasniok schaffen. Diesem stärkten die Klubverantwortlichen wie Präsident Klaus Berka, Geschäftsführer Chris Förster aber auch Invester Roland Duchatelet den Rücken.

Letzterer ist bekanntlich maßgeblich für die finanzielle Lage beim FCC verantwortlich, daher ist die Frage, ob Duchatelet sein Engagement im Paradies weiter fortführt von extremer Wichtigkeit. Förster betonte zuletzt, der Belgier bleibe auch in der vierten Liga.

Die Bild (Ausgabe vom 28.03.2019) berichtet allerdings nun, dass Duchatelet bereit wäre, seine Anteile zu verkaufen. Dabei nennt die Bild sogar bereits eine konkrete Summe, spricht von fünf Millionen Euro, durch die Duchatelet seine Kosten decken könnte. Dafür bräuchte der Investor die Zustimmung des Vereins.

Kontraproduktiv

Unabhängig von der Frage, ob Duchatelet tatsächlich bereit wäre, seine Anteile zu veräußern, ist diese neueste Meldung ein weiterer Nebenkriegsschauplatz im unruhigen FCC-Umfeld – und das in einer Phase des Abstiegskampfes, in der der Verein eigentlich Geschlossenheit zeigen müsste.

Am kommenden Sonntag steht nämlich bekanntlich das enorm wichtige Auswärtsspiel beim VfR Aalen an. Verliert Carl Zeiss Jena, übernimmt die Kwasniok-Truppe die Rote Laterne von den Aalenern und hat nur noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt. Die Diskussionen dürften aber auch bei einem Sieg, der den Anschluss ans rettende Ufer wieder herstellen könnte, nicht weniger werden.

Schon Mitglied beim offiziellen 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!