Carl Zeiss Jena: Zimmermann redet Tacheles

FCC-Coach nach Derby-Niederlage sauer

Mit seiner Mannschaft unzufrieden: Jenas Coach Mark Zimmermann

Nach Derby-Pleite sauer: FCC-Trainer Mark Zimmermann © imago/Manngold

Bei Carl Zeiss Jena sitzt der Frust nach dem verlorenen Thüringen-Derby bei Rot-Weiß Erfurt (0:1) und dem Sturz ans Tabellenende sehr tief. Aus Enttäuschung übte Trainer Mark Zimmermann in der Öffentlichkeit ungewohnt scharfe Kritik an seiner Mannschaft und stellte dabei den meisten Spielern ein schlechtes Zeugnis aus.

Wir brauchen nicht nur dumm rumreden. (FCC-Trainer Mark Zimmermann)

Man dürfe nicht fünf Jahre davon reden, endlich wieder gegen Erfurt spielen zu können und dann so auftreten, wie am vergangenen Samstag. Dann würde es irgendwann wieder fünf Jahre dauern, sagte Zimmermann der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 11.09.2017). „Wir brauchen nicht dumm rumreden, sondern müssen es auch mal machen“, meinte der Coach weiter.

Scharfe Töne trotz unglücklicher Niederlage

Zimmermann ließ bei seiner Standpauke die letztlich auch unglückliche Manier der Niederlage unbeachtet. Denn nach Erfurts Führung hatte Jena bei zwei Großchancen von Julian Günther-Schmidt großes Pech und außerdem noch eine weitere Gelegenheit von Manfred Starke ungenutzt gelassen.

Doch der FCC-Trainer ärgerte sich mehr noch als über die mangelnde Ausbeute vor allem über die schwache Vorstellung des Aufsteigers. Mit nur drei Spielern, die ihr Leistungspotenzial abriefen, gewinne man man kein Spiel, wetterte Zimmermann.

Von der Kritik des 43-Jährigen blieben lediglich der französische Abwehspieler Guillaume Cros sowie die Neuzugänge Jan Löhmannsröben im Mittelfeld und Günther-Schmidt im Angriff verschont. Das Trio wolle er hervorheben, weil diese Spieler „ein sehr gutes Spiel“ gemacht hätten, sagte Zimmermann nach der insgesamt vierten Saisonniederlage.

Sein Unmut ist grundsätzlich verständlich. Noch hat Jena trotz seiner bislang nur fünf Punkte und inzwischen vier Begegnungen ohne Sieg das untere Tabellenmittelfeld in Reichweite, doch ohne eine zeitnahe Trendwende dürfte der Drittliga-Rückkehrer auf die Abstiegsplätze abonniert sein – und Zimmermanns Job nicht mehr sicher.

Auch in der Mannnschaft sorgte das Ergebnis von Erfurt für Unzufriedenheit. „Wir haben verkackt“, konstatierte Kapitän Rene Eckardt.

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