Carl Zeiss Jena: Zimmermanns Kampfansage gegen Schlendrian

Kritik an schlechter Chancenverwertung

Mit Chancenverwertung unzufrieden: Jenas Trainer Mark Zimmermann

Fordert mehr Konzentration vor dem Tor: FCC-Coach Mark Zimmermann © Jacob Schröter/imago

Trainer Mark Zimmermann sagt bei Carl Zeiss Jena dem vermeintlichen Schlendrian den Kampf an. Mit deutlichen Worten erinnerte der 43-Jährige seine Spieler vor dem Gastspiel der Sporfreunde Lotte (Samstag) an den noch nicht gesicherten Klassenerhalt.

Es ist sicherlich eine Qualitätsfrage. (FCC-Trainer Mark Zimmermann)

Zimmermanns Ärger über die zahlreich vergebenen Chancen bei der unnötigen 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende beim Chemnitzer FC scheint dabei weiterhin nicht verraucht. „Es ist sicherlich eine Qualitätsfrage“, grantelte der Coach in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 08.02.2018).

Aufsteiger mit viertschwächstem Angriff

Der Unmut über aus seiner Sicht fahrlässig liegen gelassene Punkte ist mit Blick auf den Saisonverlauf nach der Winterpause verständlich. Mit nur 25 Toren stellt Jena derzeit auch lediglich den vierschwächsten Angriff der Liga. Außerdem ist durch die Niederlagen in Chemnitz und zuvor auch bei Fortuna Köln (0:1) trotz vieler Tormöglichkeiten der Vorsprung des Liga-Rückkehrers auf die Abstiegsplätze auf acht Punkte zusammengeschmolzen.

Zimmermann hält das durchaus noch beachtliche Polster für eine mögliche Ursache von verfrühter Selbstzufriedenheit bei seinen Spielern. Sein Team würde spielen, als ob die derzeitigen 27 Punkte reichen würden, und er wisse keine Antwort auf die Frage nach den Gründen dafür, sagte der FCC-Trainer.

Umso mehr sah sich Zimmermann zu einem eindringlichen Appell an seine Spieler zu mehr Konzentration vor dem gegnerischen Tor genötigt: „Fußball ist ein Ergebnissport, und wir erkennen es nicht, dass es darum geht, den Ball unbedingt über die Linie drücken zu wollen.“

Der Mangel an diesem Willen sei für die noch nicht ausreichende Punktausbeute verantwortlich: Wenn man so viele Chancen ungenutzt ließe, „lässt man den Gegner am Leben“.