Eintracht Braunschweig: Sieg der Psyche

Löwen bewahren Nerven in Zwickau

Felix Burmeister und Marc Pfitzner von Eintracht Braunschweig jubeln

Eintracht hat das Siegen wieder gelernt. ©Imago/Eibner

Mit drei Siegen und einem Unentschieden in den letzten vier Spielen hat Eintracht Braunschweig die scheinbar riesige Lücke zum ersten Nichtabstiegsplatz auf drei Punkte reduziert. Am gestrigen Montag in Zwickau war dies vor allem der Psyche geschuldet, in der Hinrunde noch eine klare Schwäche der „Löwen“.

Dabei lobte Eintracht-Coach André Schubert bei Magenta Sport nicht nur die erfahrenen Spieler wie Torschütze Bernd Nehrig oder Vorbereiter Stephan Fürstner: „Das sind die Routiniers. Aber wenn ich unsere Innenverteidigung ansehe mit Steffen Nkansah und Robin Becker, zwei junge Kerle, die haben richtig gut dagegen gehalten gegen einen Ronny König, den ich gefühlt seit 15 Jahren begleite in diesen Ligen.“

Schwäche wird zur Stärke

Dennoch gab der Gäste-Trainer zu, bis zur letzten Sekunde gezittert zu haben. Sein Winter-Neuzugang Bernd Nehrig hatte es nicht anders erwartet, sprach vom abzusehenden Abnutzungskampf in Zwickau.

Gleichzeitig hob auch der 32-Jährige hervor, dass die neue Stärke der Eintracht beinhaltet, immer bis zur letzten Minute dran zu bleiben, unabhängig vom Spielstand. „Die Brust wir breiter mit jedem Spiel, mit jeder Woche,“ ließ der frühere Paulianer keinen Zweifel am neuen Selbstvertrauen.

Vor allem unter Henrik Pedersen war den Braunschweigern in der ersten Saisonhälfte ein ums andere mal anzusehen gewesen, dass sie mit schwierigen Situationen nicht umzugehen wussten. Rückstände und vergebene Chancen verunsicherten die neu zusammengesetzte Elf zusehends, die Abwärtsspirale nahm ihren Lauf.

Die Brust wird breiter mit jedem Spiel, mit jeder Woche. (Bernd Nehrig)

In Zwickau zeigte man sich genau in diesem Punkt überlegen, denn selbst von zwei durch Eintracht-Fans herbeigeführten Spielunterbrechungen ließen sich die Niedersachsen nicht aus dem Konzept bringen, im Gegensatz zum Gegner. „Natürlich beeinflussen die Unterbrechungen die Mannschaft,“ monierte Zwickaus Trainer Joe Enochs nach der Partie.

Seine Mannschaft hat nun am Samstag in Köln die Chance, bei einem direkten Konkurrenten den Abstand auf die Abstiegsränge wieder zu vergrößern. Braunschweig hingegen darf gegen Wehen Wiesbaden zeigen, ob die neue Mentalität von Dauer ist. Im Hinspiel gab es nach 3:1-Führung noch zwei späte Gegentore und damit einen ersten schweren Knacks in der Drittliga-Saison.

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