Eintracht Braunschweig: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Mergim Fejzullahu am Ball

Steigen Mergim Fejzullahu und Co. direkt wieder auf? ©Imago/Hübner

Den Abstieg der Braunschweiger Eintracht aus Liga zwei hätten wohl nur die wenigsten vermutet, weshalb der Kader auch auf die Schnelle neu zusammengestellt werden musste. Viele arrivierte Kräfte gingen, junge, hungrige Spieler wie ein neuer Trainer kamen. Können die Löwen damit den direkten Wiederaufstieg schaffen? Liga-Drei.de stellt den BTSV auf den Prüfstand und verrät im Fazit, wo es für Braunschweig hingegen könnte.

Kader & Transfers

Der Kader ist nicht wiederzuerkennen: 18 Spieler verließen den Verein, zehn externe Neuzugänge kamen, dazu Eigengewächse aus der U19 und der zweiten Mannschaft. Geblieben sind allerdings auch Spieler wie Frederik Tingager, der sich bewusst dafür entschieden hat, den Wiederaufstieg als Herausforderung anzunehmen.

Erfahrung bringen von den Neuzugängen Jonas Thorsen, Felix Burmeister und Stephan Fürstner mit, letzterer trainierte unter dem neuen Coach Henrik Pedersen bereits bei Union Berlin. Auch Linksverteidiger Malte Amundsen kickte bereits unter Pedersen.

Neben den angesprochenen Führungsspielern heißt das Motto beim BSTV: Jugend forscht. Mit im Schnitt 22,6 Jahren hat Braunschweig momentan den jüngsten Kader der Liga. Von den jungen Löwen haben manche wie Spielmacher Mergim Fejzullahu das Zeug zum Stammspieler.

Die aktuelle Form

Dem 8:0-Auftaktsieg gegen Landesligisten Lehndorf folgten zwei 1:1-Unentschieden gegen die U21 des HSV sowie gegen den dänischen Erstligisten Vejle BK. Besonders einer ragte heraus: Neuzugang Yari Otto traf in jeder der drei Partien. Die Abläufe stimmten sowohl offensiv und defensiv nicht immer, was bei dem Umbruch allerdings nachzuvollziehen ist.

Danach folgten zwei echte Härtetests gegen Greuther Fürth (1:0) und den SC Paderborn (2:4). In der temporeichen Partie gegen den SCP ließ Coach Pedersen so spielen, „wie wir viele Partien in der 3. Liga erwarten: Spiele mit viel Pressing, in denen oft auf die zweiten Bälle gegangen wird“, so der zufriedene Trainer, der auch ein positives Fazit vom Trainingslager zog. Für Ernüchterung sorgte dann allerdings das 1:3 am gestrigen Samstag, gegen Regionalligist Waldhof Mannheim, als Braunschweig mit dem gegnerischen Pressing überhaupt nicht zurecht kam.

Stärken & Schwächen

Den Eindrücken zu urteilen verfügt der BTSV über eine homogene Truppe, in der die Hierarchie klar geregelt ist. Führungsspieler geben im Braunschweiger Spiel die Richtung vor, während schnelle, temporeiche Akteure für Gefahr sorgen, aber auch im Gegenpressing eine Waffe sind.

Der Braunschweiger Umbruch ist für den Verein eine Chance, für die Gegner wird er anfangs sicherlich eine einzige Überraschungskomponente sein, da auch Coach Pedersen einiges im taktischen Bereich ändert. Wenn sie oben mitspielen wollen, müssen die Löwen ihre Auswärtsbilanz verbessern, die mit nur zwei Siegen auf fremdem Parkett in der letzten Saison mau ausfiel.

Henrik Pedersen Trainer von Eintracht Braunschweig

Hat hohe Ansprüche an sein Team: Henrik Pedersen. ©Imago/Jan Hübner

Der Trainer

Henrik Pedersen trainierte zunächst im Jugendbereich von Red Bull Salzburg, war danach Coach in seinem Heimatland Dänemark. Schließlich kam er als Co-Trainer von Jens Keller bei Union Berlin nach Deutschland, wo ihn Angreifer Sebastian Polter mit Trainer-Guru Thomas Tuchel verglich. Beim BTSV tritt Pedersen nun das schwere Erbe von Torsten Lieberknecht an.

Der Fußballlehrer braucht für sein Spielsystem schnelle, mutige Spieler, denen der Coach auch mal Fehler auf dem Platz verzeiht. Seine Mannschaft soll auf dem Platz die Initiative übernehmen und bei Ballverlust sofort ins Gegenpressing gehen. Das Vertrauen des Managements besitzt der Däne.

Die mögliche Startelf

Da sich nun doch ein Valsvik-Verbleib andeutet, ist dieser wohl gesetzt, neben ihm verteidigen Burmeister oder Tingager. Spannend wird zu beobachten sein, ob die Neuzugänge Amundsen und Sauerland den arrivierten Kräften auf den Außenbahnen Becker und Kijewski den Rang ablaufen können.

Im Mittelfeld zog Fürstner in der Vorbereitung clever die Fäden, er ist gesetzt. Neben ihm laufen wohl der Norweger Thorsen sowie Spielmacher Fejzullahu in einem Dreier-Mittelfeld auf. Im Angriff wird es ebenfalls interessant: Gibt Pedersen Youngster Otto, der in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterließ den Vorzug vor Hofmann?

Die voraussichtliche Aufstellung: Engelhardt – Becker, Valsvik, Tingager, Kijewski – Thorsen, Fürstner, Fejzullahu – Bulut, Otto/Hofmann, Adetula

Fazit & Prognose

Wenn auch noch Valsvik bleibt hat der BTSV qualitativ wohl den stärksten Kader der Liga. Zudem stehen junge, entwicklungsfähige Spieler in den Reihen, die auf einen engagierten Trainer treffen – eigentlich die perfekte Mischung. Damit kann es für Braunschweig nur um den Aufstieg gehen – was aus unserer Sicht ein realistisches Ziel ist. Allerdings müssen die Automatismen gleich anfangs stimmen, denn es warten die Top-Teams aus Karlsruhe, Rostock und Wehen Wiesbaden zum Saisonstart.

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