Eintracht Braunschweig: Teamcheck 2019/20

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Martin Kobylanski und Nick Proschwitz klatschen sich ab

Vielversprechende Neuzugänge: Martin Kobylanski (vorne) und Nick Proschwitz. ©Imago images/Hübner

Als Aufstiegsfavorit gestartet sicherte sich Eintracht Braunschweig in der vergangenen Saison gerade noch den Klassenerhalt – ein wahrer Kraftakt der Mannschaft und des Trainerteams um André Schubert. Letzterer verließ den BTSV bekanntlich, weshalb nun sein Assistent Christian Flüthmann bei den Löwen die Strippen zieht.

Kann er die Braunschweiger in die obersten Tabellenregionen führen? Das klären wir in unserem Teamcheck, in dem wir Transfers, Form und mehr unter die Lupe nehmen.

Kader & Transfers

Im vergangenen Jahr durchlief die Eintracht aufgrund des Abstiegs einen enorm großen Umbruch, in diesem Sommer dreht sich das Transferkarussell eher langsam. Schwer wiegt einzig der Abgang von Stürmer Philipp Hofmann, während ansonsten größtenteils Ergänzungsspieler den Verein verließen. Allerdings wurde im Angriff nachgelegt:

Mit Nick Proschwitz und Orhan Ademi kommen zwei Stürmer, die in der vergangenen Drittliga-Saison jeweils zweistellig trafen, als Zielspieler agieren können und Knipserfähigkeiten bewiesen haben. Dazu kommt Königstransfer Martin Kobylanski, der bei Preußen Münster in der vergangenen Saison als Vorlagengeber sowie als Torjäger überzeugte und gute Standards schießt.

Defensiv tat sich hingegen eher wenig bei den Braunschweigern. Mit Menz sowie Rütten mussten sie zwei unfreiwillige Abgänge hinnehmen. Neuzugang Schlüter kann als Linksverteidiger oder auch etwas weiter vorne im Mittelfeld agieren. Richten sollen es zentral aktuell die Spieler, die bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison auf dem Feld standen.

Die aktuelle Form

Gegen die unterklassigen Gegner Calberlah, Bad Harzburg sowie Gifhorn fuhr der BTSV Kantersiege ein und kassierte dabei nur ein Gegentor. In der Offensive bewies zuletzt Marcel Bär mit seinen drei Toren gegen Gifhorn eine gute Frühform.

Mit dem einwöchigen Trainingslager zeigte sich Coach Flüthmann auf der Vereinshomepage zufrieden: Wir konnten unser Pensum insgesamt, trotz der teilweise hohen Temperaturen, durchziehen.“ Zu zwei echten Härtetests kommt es dann am 7. Juli sowie knapp eine Woche später: Dann testen die Löwen gegen Hertha BSC sowie die TSG Hoffenheim.

Christian Flüthmann auf dem Trainingsplatz

Zielgerichteter Blick nach vorne: BTSV-Coach Christian Flüthmann. ©Imago images/Hübner

Stärken & Schwächen

Die Mannschaft des BTSV ist deutlich besser eingespielt als noch in der vergangenen Saison. Auf einen großen Umbruch haben die Löwen verzichtet, verstärkten sich hingegen punktuell und vor allem sinnvoll in der Offensive. Defensiv legte Braunschweig bis auf Schlüter hingegen personell nicht zu, was allerdings angesichts von 54 Gegentoren in der vergangenen Saison sinnvoll wäre.

Aus einem Nachteil könnte sich ein Vorteil entwickeln: Ex-Trainer André Schubert verließt Braunschweig kurz vor dem Start der Vorbereitung – alles andere als optimal für die Planungen. Allerdings übernimmt mit dem jungen Christian Flüthmann jemand, der schon seine Erfahrungen gesammelt hat und dem zuzutrauen ist, dass er Aufbruchstimmung erzeugen kann. Mit Peter Vollmann wurde ihm ein drittligaerfahrener Fachmann als Sportdirektor zur Seite gestellt, von dessen Kompetenz der BTSV profitieren wird.

Erfahrung findet sich jedoch auch auf dem Platz wieder. Mit einem Altersschnitt von 25,9 Jahren hat Braunschweig aktuell die zweitälteste Mannschaft der Liga (nach Uerdingen). Besonders offensiv bietet die Eintracht gestandene Spieler auf, während in der Defensive junge Akteure wie Kijewski und Becker im schwierigen Abstiegskampf ihren Mann standen und sich dementsprechend weiterentwickelt haben sollten.

Der Trainer

Es ist Christian Flüthmanns erste Station als Cheftrainer im Profifußball. Zuvor coachte er im Jugendbereich, zum Beispiel beim VfL Osnabrück sowie als Assistent, unter anderem bei Norwich City. Von dort brachte Flüthmann, der in England seinen Trainerschein absolvierte, einige Ansätze im Hinblick auf das Spielerische sowie die Mannschaftsführung mit.

Er gilt als kommunikativer Trainer, dem Akribie sowie Fokussierung deutlich anzumerken sind. Im Trainingslager legte er den Fokus auf die Kondition und wird voraussichtlich versuchen, den BTSV in den Umschaltmomenten, offensiv wie defensiv, voranzubringen.

Fazit & Prognose

Der BTSV ist eingespielt und hat sich in der Offensive sinnvoll verstärkt. Mit Christian Flüthmann sitzt ein Trainer auf der Bank, der vielversprechende Ansätze mitbringt. Kann er Braunschweig in der Defensive stabilisieren, haben die Löwen gute Chancen, um Platz drei und mehr mitzuspielen.

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