Eintracht Braunschweig: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Philipp Hofmann, Julis Düker & Co.

Philipp Hofmann im BTSV-Dress.

Philipp Hofmann fand in Karlsruhe eine neue sportliche Heimat. ©imago/Huebner

Nachdem Eintracht Braunschweig im Vorjahr sein eigentliches Saisonziel, den Wiederaufstieg, deutlich verfehlte und im Winter zahlreiche Neuzugänge kamen, tat sich im Sommer einiges auf Seiten der Abgänge. Elf Spieler verließen die „Löwen“ und suchten neue Herausforderungen. Einer von Ihnen fand diese sogar im Vorlesungssaal.

Suleiman Abdullahi
Die Vorsaison verbrachte der Flügelstürmer bei Union Berlin und stieg in die Bundesliga auf – auch dank seines Treffers im Relegationshinspiel. Im Sommer verpflichtete der Klub ihn fest. Nach drei Einsätzen an den ersten vier Spieltagen schlug das Verletzungspech zu: Erst nahmen ihn Knieprobleme, dann eine Gehirnerschütterung aus dem Spielbetrieb. Mit dem elften Tabellenplatz läuft es für die „Eisernen“ aktuell aber auch ohne Abdullahi.

Nils Rütten
Erst im Januar stieß der Verteidiger zur Mannschaft und half in zehn Einsätzen, den Klassenerhalt zu sichern. Im Sommer entschied er sich dann gegen den Fußball und für ein Jura-Studium, seine Karriere als Profi erklärte er für beendet.

Jonas Thorsen
Der Däne kehrte nach seiner Vertragsauflösung in die Heimat zurück und schloss sich dem Erstligisten Horsens an. Dort ist der gelernte zentrale Mittelfeldspieler auf links gesetzt und stand an allen 16 Spieltagen in der Startelf. Sportlich läuft es eher durchwachsen, mit seinem neuen Klub ist er Viertletzter.

David Sauerland
Unter Ex-Trainer André Schubert aufs Abstellgleis geraten, nahm der Rechtsverteidiger in der Regionalliga West einen neuen Anlauf. Bei RW Essen ist er unter Ex-HSV-Trainer Christian Titz hinten rechts gesetzt und stand bei elf seiner zwölf Einsätze in der Startelf. Bei nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Rödinghausen läuft es aber offensichtlich auch für den Rest der Mannschaft.

Philipp Hofmann
Trotz seiner elf Saisontore war Hofmann in Braunschweig nie unumstritten, er entschied sich mit dem Wechsel nach Karlsruhe zum Gang in die 2. Bundesliga. Dort trifft der Angreifer zuverlässig, bereits sieben Mal in 13 Einsätzen und ein weiteres Mal im DFB-Pokal, und ist in der Sturmspitze gesetzt. Mit zuletzt sieben Unentschieden in folgte etablierte sich der KSC im Tabellenmittelfeld, muss bei nur drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz aber auch nach unten schielen.

Julius Düker (r.) gegen Halles Björn Jopek

Julius Düker (r.) trägt auch weiterhin blau – allerdings das des SV Meppen. ©imago images/Eibner

Julius Düker
Die Leihgabe des SC Paderborn trug mit drei Treffern in zehn Rückrunden-Partien zum Klassenerhalt bei und blieb in der 3. Liga, allerdings beim SV Meppen. Dort hat Düker seinen Stammplatz vom Saisonstart an Deniz Undav verloren und muss sich Trainer Christian Neidhart im Training und nach Einwechslungen empfehlen.

Besfort Kolgeci
Der Innenverteidiger verbrachte die vergangene Rückrunde auf Leihbasis in der Regionalliga Nord bei Havelse, im Sommer wechselte er dauerhaft in die West-Staffel zu Drittliga-Absteiger Lotte. Mit den Sportfreunden rangiert er im Tabellenmittelfeld und sucht noch seinen Platz, nur ein Mal durfte Kolgeci bisher durchspielen. Seit Anfang Oktober kam er nicht mehr zu Einsatz.

Onur Bulut
Nachdem der auf rechts flexibel einsetzbare Bulut in der Rückrunde nur noch eine Nebenrolle spielte, löste er seinen Vertrag im Sommer auf. Mit Alanyaspor fand er zwar schnell einen neuen Klub, benötigte aber etwas Anlaufzeit. An den ersten sieben Spieltagen nur Bankdrücker, durfte er zuletzt vier Mal in Folge in der Startelf des Tabellenvierten ran, da sich der etatmäßige Rechtsverteidiger Juanfran das Kreuzband riss.

Mergim Fejzullahu
Für den Albaner ging es in die Regionalliga zum ambitionierten 1. FC Saarbrücken, der die West-Staffel anführt und auf Aufstiegskurs ist. Fejzullahu selbst konnte bisher nur wenig beitragen, erzielte in vier Einsätzen einen Treffer und muss sich seit Mitte September wahlweise mit einem Platz auf der Bank oder Tribüne begnügen.

Christoph Menz
Der erfahrene Mittelfeldspieler löste im Sommer seinen bis 2021 gültigen Vertrag an der Hamburger Straße aus persönlichen Gründen auf und ging zurück zu Viktoria Berlin, von wo er erst im Winter kam. Nachdem er eine zwei Spiele Sperre aus seiner Braunschweiger Zeit verbüßt hatte, sah er im ersten Einsatz für den Regionalligist erneut rot und fehlte zwei weitere Partien. Seitdem agiert er bedachter, ist im defensiven Mittelfeld gesetzt und verpasste keine Minute mehr.

Samuel Abifade
Nachdem er die Rückrunde bereits in Wolfsburg verbrachte, auf Leihbasis bei Lupo-Martini, wechselte er fest in die Stadt – allerdings zur Zweitvertretung des VfL. Während der Nachwuchs der „Wölfe“ als Tabellenführer der Regionalliga Nord auf Kurs ist, kam Abifade noch nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus und kann erst zwei Einwechslungen vorweisen.

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