Ex-Fortune Lars Bender bereit für neue Herausforderung

"Stehe voll im Saft."

Lars Bender beim Einlauf ins Südstadtstadion

Treuer Teamplayer: Lars Bender lief über 120-mal für Fortuna Köln auf. ©Imago/Eibner

Es ist ungewohnt, dass Lars Bender im Gegensatz zu den vergangenen drei Spielzeiten nicht mehr bei Fortuna Köln über das Feld rast. Der ehemalige Leistungsträger der Südstädter ist momentan vereinslos – allerdings bereit für neue Aufgaben, wie er im Gespräch mit Liga-Drei.de verrät. Wie der Abschied von der Fortuna aussah, wo sich der 193-malige Drittliga-Kicker fit hält und wie informiert Bender über Liga drei ist, lest Ihr im Interview.

Herr Bender, Sie sind momentan vereinslos. Wie sieht Ihr Tagesablauf momentan aus?
Lars Bender: „Ich trainiere zurzeit bei der TuS Koblenz, meinem Heimatverein. Für diese Möglichkeit bin ich dem Klub sehr dankbar. Da wir täglich trainieren und ich in der Sommerpause noch den Fitnessplan von Fortuna Köln abgearbeitet habe, stehe ich voll im Saft. Jetzt würde ich meine Fitness auch gerne wieder auf den Platz bringen.“

Sie entwickelten sich bei Fortuna Köln über die Jahre zum Leistungsträger. Waren Sie überrascht, dass Ihr Vertrag zum Ende der letzten Saison nicht verlängert wurde?
Bender: „Ja, ich war überrascht. Der Trainer rief mich Ende April in sein Büro und hat mir die Entscheidung dann mitgeteilt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich wäre gerne bei der Fortuna geblieben, aber so ist nun mal der Fußball. Man muss die Entscheidung professionell aufnehmen und damit leben.“

Ich war überrascht. (über sein Aus bei Fortuna)

Zumal Sie als variabler Spieler sicherlich auch jetzt noch wertvoll für die Fortuna gewesen wären. Wo agieren Sie eigentlich am liebsten?
Bender: „Dass ich so viele Positionen spielen kann, ist Fluch und Segen zugleich. Zuhause bin ich auf der rechten Seite, sei es offensiv oder defensiv. Ich habe aber auch schon Innenverteidiger oder in der letzten Saison aus der Not heraus Linksverteidiger gespielt. Ich bin einfach jemand, der sich schnell an neue Positionen anpassen kann und die Aufgaben erledigt, die ihm zugetragen werden.“

Mit über 193 Drittliga-Partien haben Sie ja schon einiges erlebt. Verfolgen Sie die Liga und Ihren Ex-Verein Fortuna im Moment?
Bender: „Ja, ich verfolge die dritte Liga Woche für Woche. Die Liga ist in diesem Jahr schon sehr stark, wenn man sieht, welche Qualität die Ab- und Aufsteiger mitgebracht haben. Natürlich schaue ich auch noch speziell, was mein Ex-Verein macht. Ich habe ja auch noch zu vielen Jungs Kontakt.“

Der Verein muss einfach zu mir passen. (über seine Zukunft)

Für Ihren Ex-Klub geht es nun gegen Braunschweig, möglicherweise mit Hamdi Dahmani. Wieso ist er auf aber auch neben dem Platz so wichtig für die Fortuna?
Bender: „Er kennt den Verein in- und auswendig und identifiziert sich auch sehr mit der Fortuna. Er ist sehr kommunikativ, sowohl auf als auch neben dem Platz. Im letzten Jahr hat er die Mannschaft sehr gut geführt und ich gehe davon aus, dass die Fortuna jetzt auch von seiner Rückkehr sehr profitiert.“

Zurück zu Ihnen: Sie sind mit 30 Jahren noch lange nicht am Karriereende angekommen. Welche Kriterien müsste ein neuer Verein für Sie erfüllen?
Bender: „Der Verein muss einfach zu mir passen. Ich bin zwar 30, fühle ich mich aber nicht so und bin noch frisch, obwohl ich viele Spiele gemacht habe. Ich bin ein totaler Mannschaftsspieler, der alles für das Team gibt und zuverlässig ist. Wenn ein Verein kommt, in dem ich meine Qualitäten einbringen kann, lasse ich mir das durch den Kopf gehen. Ich bin auf jeden Fall motiviert und für vieles offen.“

Gibt es denn momentan Anfragen?
Bender: „Ja, es gab ein paar Anfragen, aber da ist es noch nicht zu weiteren Gesprächen gekommen. Man wird sehen, wie sich das weiter entwickelt.“

Herr Bender, vielen Dank für das Gespräch!

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