FC Bayern U23: Bitteres Rot für Wriedt

Sebastian Hoeneß verärgert

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 25.02.2020 | 09:30
Otschie Wriedt vom FC Bayern

Otschie Wriedt kann sein Torkonto auch am Freitag nicht aufstocken. Imago images/Christian Schroedter

Der Platzverweis für Stürmer Otschie Wriedt dürfte entscheidende Bedeutung gehabt haben für den 1:0-Sieg des Chemnitzer FC über die FC Bayern U23 am gestrigen Montag. Warum der Angreifer letztlich die Rote Karte sah, blieb vielen allerdings ein Rätsel.

CFC-Spieler Daniel Bohl stolperte in der 39. Minute und fiel in die Beine des Bayern-Torjägers, blieb danach einige Sekunden auf diesen liegen. Wriedt ärgerte sich sichtlich darüber und zog sein Bein ruckartig unter Bohl hervor, ein kleiner Tumult folgte auf die Szene. Schiedsrichterin Riem Hussein zog ohne zu zögern Rot.

Bozic kommt mit Gelb davon

„Das ist nicht mal eine Gelbe Karte, das ist eher eine Verwarnung an den Chemnitzer Spieler, nicht so auffällig lange auf dem Spieler liegen zu bleiben“, urteilte Bayern-Coach Sebastian Hoeneß nach Ansicht der TV-Bilder bei Magenta Sport. „Ein bitterer Pfiff muss ich sagen, zumal sie die Gelegenheit hatte, sich mit dem Linienrichter kurz zu besprechen.“ Selbst Bohl wollte nach Abpfiff nicht von einem berechtigten Rot sprechen.

Kurz vor Ende der Partie gab es im Gegenzug keinen Platzverweis, sondern Gelb, als CFC-Stürmer Dejan Bozic FCB-Keeper Christian Früchtl sichtbar in die Beine trat, als diese seinen Laufweg kreuzte. Auch diese Szene war für Hoeneß schwer zu akzeptieren.

Nichtsdestotrotz war lagen die Münchener zum Zeitpunkt des Platzverweises bereits zurück und einen Pausenrückstand konnte die U23 bisher noch nie in einen Punktgewinn umdrehen. Zudem blieben die Gäste trotz Unterzahl das überlegene Team, machten aber nichts aus ihren Gelegenheiten. Daran freilich kann das Fehlen Wriedts größeren Anteil gehabt haben. Der 25-Jährige führt schließlich mit 17 Treffern die Torjäger-Tabelle an.

Am Freitag im Derby gegen die SpVgg Unterhaching wird Wriedt nun ebenfalls definitiv fehlen, denn einen kompletten Freispruch gibt es beim DFB bei einer Tatsachenentscheidung nicht. Damit dürfte Fiete Arp, der nach seiner Einwechslung gestern einige gute Ansätze zeigte, erste Wahl für die Startelf sein, wenn nicht Joshua Zirkzee von den Profis abgegeben wird.

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