FC Bayern U23 erwartet „robuste“ Löwen

Früchtl vor Derby: "Da geht's zur Sache"

Daniel Wein gegen Okyere Wriedt

Viel Kampf zwischen Wein (l.) und Wriedt im letzten Derby – auch jetzt kommt es auf die Einstellung an. ©Imago images/foto2press

Am Sonntag teilt sich der Münchner Stadtteil Giesing wieder auf in Rot und Blau, wenn der TSV 1860 München die U23 des FC Bayern empfängt. Das Derby im Grünwalder Stadion elektrisiert die bayerische Landeshauptstadt, in Kürze war die Partie ausverkauft. „Natürlich ist es eine außergewöhnliche Stimmung“, sagt FCB-Keeper Christian Früchtl, der zwei Derbys in der Regionalliga-Saison 2017/18 miterlebt hat, auf der FCB-Vereinshomepage.

Damals gewann Bayern II beide Partien gegen die Löwen, die sich jedoch den Meistertitel krallten und in der Relegation aufstiegen. An der Seitenlinie stand bei 1860 Daniel Bierofka, der ausgerechnet kurz vor dem Derby seinen Hut nahm. In Spiel eins unter Bierofka siegten die Löwen, nun folgt unter dem neuen Trainer Michael Köllner das nächste Kapitel.

Lange Bälle der Löwen?

Für die U23 des FC Bayern bedeutet das: Der kommende Gegner ist schwer einzuschätzen, auch Früchtl sagt, es sei „schwierig zu sagen“, wie die Löwen im Derby agieren werden. Vorher haben sie häufiger mit langen Bällen auf Stürmer Sascha Mölders und über die Außen mit Flanken in die Box agiert.“

Unabhängig von der spielerischen Herangehensweise proklamieren beide Lager vor dem Spiel den Fokus auf andere Werte. „Die Grundtugenden müssen stimmen“, sagt etwa Früchtl. 1860-Coach Köllner schiebt vor dem Spiel den Roten indirekt die Favoritenrolle zu. Die kleinen Bayern seien „fußballerisch mit die beste Mannschaft der Liga“, so der Fußballlehrer in der tz. Nichtsdestotrotz lässt auch er durchblicken, dass es am Sonntag auf die Faktoren Einsatzbereitschaft und Mentalität ankommt.

Historie spricht leicht für Bayern II

Auch Köllner weiß natürlich: Ein Sieg zum Start in diesem prestigeträchtigen Spiel würde ihn in der Gunst der Anhänger ganz nach oben katapultieren. Auch für das FCB-Fanlager sind die Spiele gegen den Stadtrivalen jedoch die Partien des Jahres – was am großen Fanaufkommen der vergangenen Derbys zu sehen war.

Dabei waren die „kleinen Bayern“ wie bereits erwähnt zuletzt erfolgreicher, während die direkte Bilanz der Amateurteams beider Vereine, die sich jahrelang in der Regionalliga Bayern beziehungsweise früher der Regionalliga Süd gegenüberstanden, mit elf Siegen für den FCB und neun Erfolgen für die Löwen ebenfalls leicht für die zweite Mannschaft des Rekordmeisters spricht.

An den nackten Zahlen lassen sich die Emotionen, die es in diesem Münchner Derby gibt, natürlich nicht ablesen. Treffend zusammengefasst hat das Früchtl, der erkennt: „Da geht’s zur Sache“ – und zwar am Sonntag um 14 Uhr, wenn die Partie im Grünwalder Stadion angepfiffen wird.

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