Fortuna Köln: Abstieg trotz erneut guter Leistung

2:3-Niederlage gegen 1860 nach unglücklichem Spielverlauf

Efkan Bekiroglu im Zweikampf mit Robin Scheu.

Trotz engagierter Leistung musste sich die Fortuna bei den Münchner Löwen mit 2:3 geschlagen geben. ©Imago images/MIS

Die dritte Liga ist für Fortuna Köln vorerst Geschichte. Durch ein 2:3 gegen 1860 München muss die Elf von Trainer Oliver Zapel den bitteren Gang in Liga vier antreten – genau in dem Stadion in dem die Südstadtlegende vor fünf Jahren durch einen Sieg gegen Bayern II noch den Aufstieg in die dritte Liga feierte.

Im Grünwalderstadion geriet die Fortuna früh in Rückstand, zeigte dann allerdings genau das, was ihr in den vorherigen Spielen gefehlt hat: Effizienz. Zunächst machte Bröker den Rückstand wett, dann verwandelte Moritz Fritz einen Elfmeter eiskalt.

Unglücklicher Spielverlauf

Vor der Pause allerdings der Dämpfer: Die Fortuna kassierte den Ausgleich just zu einem Zeitpunkt, in dem sie auswärts während der ganzen Saison bereits anfällig ist, nämlich in den 15 Minuten vor der Halbzeit. Direkt nach der Pause erhielt dann Abwehrmann Bernard Kyere die gelb-rote Karte – ein „Dreier“ schien für die Fortuna nur noch ganz schwer machbar.

Zumindest der Punkt hielt bis kurz vor Schluss, die Zapel-Elf verteidigte geschlossen und auch bei Torhüter Rehnen war im Vergleich zum Meppen-Spiel eine Steigerung sichtbar. Dass Owusu trotzdem in der 85. Minute zum 3:2 für die Münchner Löwen einköpfte, kam einem Stich ins Fortuna-Herz gleich.

Emotionale Worte

So werden die Kölner Südstädter trotz Leistungsaufschwung zum Saisonende bitter bestraft, was vor allem an Trainer Oliver Zapel nagt. „Ich möchte mich bedanken für alles, was mir jetzt nach dem Spiel an Emotionen zugeflossen ist. Die Fortuna ist ein fantastischer Verein und dass das jetzt passieren musste, trifft uns bis ins Mark. Es wird sehr, sehr lange dauern, bis wir überhaupt realisiert haben, was passiert ist“, so ein mit Tränen kämpfender Zapel auf der Pressekonferenz nach der Partie.

„Die Intensität der letzten drei Wochen war so immens, dass es einen wirklich nicht schlimmer hätte treffen können. Ich bin durch, aber ich bin trotzdem extrem stolz auf das, was die Mannschaft geleistet hat“,  ist Zapel, der ob seiner ehrlichen und emotionalen Worte Applaus von den anwesenden Journalisten erhielt, auch nach dem Abstieg darauf bedacht, sein Team wieder aufzurichten – auch wenn das momentan ein schwieriges Unterfangen werden dürfte.

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