Fortuna Köln: Pokal für Koschinat nur noch Trostpflaster

Coach von Leistungseinruch enttäuscht

Ernüchtert: Kölns Trainer Uwe Koschinat

Nach Negativserie enttäuscht: Fortuna-Coach Uwe Koschinat © imago/manngold

Bei Fortuna Köln ist Trainer Uwe Koschinat von der Negativserie seines Teams gründlich bedient. Selbst die noch mögliche Qualifikation für den nächsten DFB-Pokal durch den Cupgewinn auf Landesebene wäre für den Coach nach der siebten Niederlage in den vergangenen acht Puntkspielen ohne Sieg mit 0:1 beim FSV Zwickau bestenfalls noch ein Trostpflaster.

Auch mit einem Pokalsieg könnte ich die Saison nicht mehr als Erfolg sehen. (Fortuna Kölns Trainer Uwe Koschinat)

„Auch mit einem Pokalsieg könnte ich die Saison nicht mehr als Erfolg sehen, dafür war der Einbruch am Ende zu groß“, klagte Koschinat im Kölner Stadt-Anzeiger vor dem Mittelrheinpokal-Halbfinale gegen den Lokalrivalen Viktoria Köln aus der Regionalliga (Dienstag).

Ein letztes Ziel ist der Verbandspokal für Koschinat bei aller Ernüchterung aber immer noch. Der Gewinn der Trophäe, die mit einem lukrativen Platz im DFB-Pokal der neuen Saison verbunden ist, „würde natürlich viel retten“.

Nach Höhenflug durchgereicht

Fortuna gehörte in der ausklingenden Saison zunächst zu den Überraschungsmannschaften und bis zu Beginn des Frühjahres zum Kreis der Anwärter zumindest auf den Relegationsplatz. Durch seine unerwartete Schwächephase jedoch hatte der frühere DFB-Pokal-Finalist schon länger die Aufstiegszone aus den Augen verloren. Im Falle einer weiteren Pleite zum Saisonfinale gegen den als Zweitliga-Aufsteiger schon feststehenden SC Paderborn könnte Köln in der Abschlusstabelle sogar noch trotz eines Vereins-Ligapunkterekordes aus der oberen Hälfte herausfallen.

Aus Zwickau kehrte Koschinat einmal mehr enttäuscht in die Heimat zurück. „Dafür, dass es ein Meisterschaftsspiel war, in dem es um eine vernünftige Platzierung und auch um eine Prämie ging, haben wir zu wenig getan“, konstatierte der 46-Jährige im Fachmagazin Kicker (Heft 38 vom 07.05.2018) und legte in der lokalen Presse nach: Seine Mannschaft sei in den zurückliegenden Spielen „einfach nicht mehr an unsere Leistungsgrenze gekommen“.

Im Pokal-Derby gegen Viktoria kann Fortuna nunmehr durch die anhaltenden Misserfolge aus Koschinats Sicht nicht auf Selbstvertrauen setzen. „Mit den ganzen Niederlagen fehlt natürlich die Überzeugung in die eigenen Stärken“, sagte der gebürtige Koblenzer.

Seine Hoffnungen setzt der Coach auf den Reiz des möglichen Trostpreises DFB-Pokal-Platz: „Ich gehe davon aus, dass die Anspannung gegen Viktoria eine andere sein wird.“

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