Fortuna Köln: Runderneuert ohne Gegentor

Jetzt muss vorne der Knoten platzen

Hamdi Dahmani ärgert sich, Fabio Kaufmann von den Kickers schaut dem Ball nach

Hamdi Dahmani (r.) war nach dem Spiel deutlich zufriedener, als auf dem Platz. ©Imago/Eduard Bopp

Fortuna Köln hat im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Tomasz Kaczmarek gegen die Würzburger Kickers erstmals gepunktet und nach zuletzt 0:13 Toren keinen Treffer kassiert. Sogar die Abstiegsränge wurden verlassen. Dementsprechend zufrieden waren alle Beteiligten nach Abpfiff. Kaczmarek hatte seine Elf auf insgesamt sechs Positionen verändert.

Sechs Änderungen und mehr Kompaktheit

Unter anderem wurde die Viererkette umgebaut: Bone Uaferro rückte aus dem Mittelfeld zurück ins Abwehrzentrum, Moritz Fritz übernahm den Posten an seiner Seite. Links in der Kette begann der 19-jährige Alem Koljic, der seine Sache gut und taktisch geschickt machte, in manchen Situationen nur den Zweikampf etwas zu spät suchte.

Im Mittelfeld mussten Maik Kegel verletzt und Robin Scheu gesperrt ersetzt werden. Okan Kurt bekam so erstmals seit dem zwölften Spieltag einen Startelfeinsatz, Thomas Bröker seinen ersten überhaupt in dieser Saison. Außerdem kamen Marco Hartmann und Nico Brandenburger in die Anfangsformation.

Neu formiert und deutlich tiefer sowie enger gestaffelt stand bei den Kölnern klar die Gegentorvermeidung im Fokus. Einen der zuletzt typischen Aufbaufehler der Kickers hätte Hartmann sogar zur Führung nutzen können. Doch je länger das Spiel dauerte, desto zögerlicher rückten die Kölner bei Ballgewinn hinten raus, sodass der ballführende Spieler kaum Anspielstationen hatte und das Spielgerät umgehend wieder beim Gegner landete. Letztlich blieben die Südstädter so zum dritten Mal in Folge ohne eigenes Tor und.

Es muss das Ziel sein, dass wir vorne wieder Tore machen. (Tomasz Kaczmarek)

Doch sowohl Kapitän Hamdi Dahmani als auch sein Coach wollten nach dem Spiel nichts von mangelndem Offensivspiel wissen. „Es muss das Ziel sein, dass wir vorne wieder Tore machen,“ erklärte Kaczmarek zwar die nächsten Schritte bei Telekom Sport, war jedoch nach den letzten Debakeln hauptsächlich froh, die Null gehalten zu haben.

Daran hatten die ebenfalls vorsichtig agierenden Würzburger durchaus ihren Anteil, waren sie und ihr Trainer nach vier Pleiten hintereinander doch fast genauso glücklich über den Punkt wie die Kölner. In diesem Sinne scheint der Spielplan Tomas Kaczmarek und seinem Team in die Karten zu spielen, denn nächste Woche geht es gegen den nach einem späten Gegentreffer in Zwickau nun seit fünf Spielen sieglosen SV Meppen. Einen Sturmlauf dürfte es also auch im Emsland nicht zu überstehen geben.

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