Fortuna Köln: Südstädter für Koschinat noch kein Topteam

Zu wenig Qualität in zweiter Reihe

Mit Kaderbreite nicht zufrieden: Kölns Trainer uwe Koschinat

Sorgen wegen der zweiten Reihe: Fortuna-Coach Uwe Koschinat © imago/Eibner

Fortuna Kölns Höhenflug überspielt für Trainer Uwe Koschinat noch einige Schwächen im Kader der Rheinländer. Nachdem die zweite Garde des früheren Pokalfinalisten im Test während der Länderspiel-Pause gegen den benachbarten Bundesligisten Bayer Leverkusen (0:4) nicht überzeugt hatte, konstatierte der 46-Jährige Defizite des Überraschungs-Tabellendritten im Vergleich zu den derzeitigen Drittliga-Spitzenteams SC Paderborn und 1. FC Magdeburg.

Die Kaderbreite unterscheidet uns von Paderborn und Magdeburg. (Fortuna-Trainer Uwe Koschinat)

Im bisherigen Saisonverlauf habe sein Team zwar in unterschiedlichen Situationen wie bei Niederlagen, Rückstand oder Verletzungen „ein oder zwei Stammkräfte pro Spiel ersetzen können“, meinte Koschinat im Fachmagazin Kicker: „Dahinter wird es schwierig. Die Kaderbreite unterscheidet uns definitiv von Teams wie Paderborn und Magdeburg.“

Zweite Reihe ohne „Intensität und Dreckigkeit“

Die Begegnung mit Leverkusen bestärkte den Coach in der Beurteilung seines Aufgebotes. Besonders von den bislang weniger berücksichtigten Spielern mit Ambitionen auf einen Stammplatz oder wenigstens mehr Einsatzeiten „hätte ich mehr Intensität und Dreckigkeit erwartet. Wir hätten deutlich höher verlieren müssen“, sagte Koschinat und unterstrich die Feststellung seines Bayer-Kollegen Heiko Herrlich von zu geringer Gegenwehr der Südstädter.

Gleichwohl peilt der Fortuna-Trainer für das nächste Punktspiel seiner Elf gegen Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt (Freitag) den nächsten Sieg an. Aufgrund der beiden vergangenen Heimspiele ohne Erfolg (0:3 gegen Sportfreunde Lotte und zuvor 1:1 gegen den Halleschen FC) „haben wir etwas gutzumachen“.

Die von Leverkusens aufgezeigten Grenzen des ehemaligen Zweitligisten will Koschinat bei aller Kritik wegen des Testmodus nicht überbewerten. Die gleichfalls sehr mäßigen Ergebnisse in Tests während der Saisonvorbereitung bestärken den gebürtigen Koblenzer in seiner Zuversicht für das Duell mit den Thüringern: „Meisterschaft können offenbar deutlich besser.“

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