Fortuna Köln: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Hamdi Dahmani von Fortuna Köln

Kann Fortuna Köln diesmal auch noch am Saisonende jubeln? ©Imago

Fortuna war lange im Aufstiegsrennen, konnte dann aber von den letzten neun Spielen keines gewinnen und schied aus dem Kampf um die ersten drei Plätze aus. Dennoch zeigte die Elf von Uwe Koschinat schönen Fußball mit Drang nach vorne.

Diesen Stil wollen die Südstädter konservieren und nach Möglichkeit die 54 Punkte aus der letzten Spielzeit übertreffen. Damit ist der Blick klar Richtung oberes Drittel gerichtet.

Kader & Transfers

Mit Lars Bender und Markus Pazurek wurden Routiniers geplant verabschiedet, daneben haben den Verein aber mit 15-Tore-Mann Daniel Keita-Ruel, Torwart Tim Boss und Flügelspieler Manuel Farrona Pulido weiter Stützen verlassen. Zumindest im Sturm wurde mit Moritz Hartmann vom FC Ingolstadt ein wohl gleichwertiger Ersatz gefunden. Auch Linksverteidiger Sebastian Schiek, der aus Großaspach kam, hat seine Klasse in der 3. Liga schon unter Beweis gestellt.

Ob die anderen Neuzugänge wie die Offensivspieler Kwame Yeboah und Michael Eberwein sowie Leih-Keeper Nikolai Rehnen diese auch können, wird zu den entscheidenden Fragen in dieser Saison zählen. Derweil werden die Führungsspieler der vergangenen Saison wie Innenverteidiger Christoph Menz sowie die Mittelfeldspieler Hamdi Dahmani und Maik Kegel die Elf führen müssen.

Mit Boné Uaferro und Kristoffer Andersen stehen außerdem zwei Langzeitverletzte wieder zur Verfügung. Ob Benjamin Pintol, der vom HFV verpflichtet wurde, nach einer von Blessuren geprägten Saison nochmal an seine alte Form anknüpfen kann, bleibt abzuwarten.

Die aktuelle Form

In den Testspielen lief es nicht gut für Fortuna. In fünf Spielen gab es nur gegen die Reserve von Borussia Dortmund einen Sieg. Zudem gab es drei Unentschieden gegen weitere Regionalligisten und eine Niederlage gegen die Luxemburger von FOLA Esch. Nur gegen die U23 des BVB gelang mehr als ein Tor, zweimal blieb es beim 0:0.

Da die Fortunen auf ein Trainingslager verzichten, muss Uwe Koschinat zu Hause versuchen, die Neuzugänge intensiv in das von ihm geforderte Angriffsspiel einzubauen.

Stärken & Schwächen

Die laufstarke Flügelzange Kwame Yeboah/Robin Scheu gehört mit Sicherheit zu den besseren in der 3. Liga. Das Mittelfeld mit Maik Kegel, Nico Brandenburger und Hamdi Dahmani ist im vergleich zur Vorsaison praktisch unverändert. Allerdings konnte bislang Moritz Hartmann kaum in Szene gesetzt werden. 

Sorgen machte in der Vorbereitung die Abwehrzentrale. Auch wenn hier keine Neuzugänge integriert werden müssen, fehlte die Abstimmung noch sehr oft, wie sich zum Beispiel gegen FOLA zeigte.

Uwe Koschinat von Fortuna Köln

Uwe Koschinat muss auch in dieser Saison wieder umbauen. ©Imago/Eibner

Der Trainer

Uwe Koschinat ist eine feste Größe in der Südstadt und seit 2011 am Ruder. Der manchmal knurrig wirkende Coach schaffte es immer wieder, die Mannschaft neu zu strukturieren, wenn wichtige Spieler den Verein verließen. Diese Aufgabe wird auch nun wieder auf ihn zukommen. Dafür hat er volle Rückendeckung im Umfeld, dass auch in der schwierigen Schlussphase der letzten Spielzeit nie unruhig wurde oder Kritik am Trainer äußerte. 

Die mögliche Startelf 

Koschinat hat genau dort nachgebessert, wo Stammkräfte den Verein verlassen haben und wird somit seinem 4-2-3-1 treu bleiben. Ein wenig anders könnte das Spiel sich allerdings schon darbieten, denn Moritz Hartmann ist nicht derselbe Stürmertyp wie Keita-Ruel, der mehr auf Konter ging. Der frühere Ingolstädter ist nicht so schnell, dafür in der Box gefährlicher.

Hinter ihm ist Hamdi Dahmani als Spielmacher erste Wahl. Kwame Yeboah hat auf links in allen Testspielen beginnen dürfen. In der Innenverteidigung ist Christoph Menz wohl gesetzt, wer sein Nebenmann wird, ist hingegen offen.

Die mögliche Startelf: Nikolai Rehnen – Dominik Ernst, Christoph Menz, Boné Uaferro, Sebastian Schiek – Nico Brandenburger, Kristoffer Andersen – Robin Scheu, Hamdi Dahmani, Kwam Yeboah – Moritz Hartmann

Fazit & Prognose

Uwe Koschinat muss noch an einige Schrauben drehen. Vor allem muss eine Möglichkeit gefunden werden, Moritz Hartmann zu einem validen Ersatz für Daniel Keita-Ruel zu machen. Schlägt der Knipser richtig ein, kann das Ergebnis aus dem Vorjahr übertroffen werden. Das Aufstiegsrennen wird dennoch ohne Fortuna ausgetragen werden.

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