Fortuna Köln: Zapel entfacht neue Euphorie

Südstädter glauben fest an Klassenerhalt

Oliver Zapel im Heimspiel gegen Meppen.

Hat der Fortuna innerhalb kürzester Zeit ein neues Auftreten verpasst: Oliver Zapel. ©imago images / Herbert Bucco

Als Fortuna Köln vor rund zwei Wochen Oliver Zapel als neuen Trainer vorstellte, sprach Geschäftsführer Michael W. Schwetje von der „letzten Patrone“, die man damit abfeuere. Seitdem ist es dem 51-Jährigen in lediglich drei Pflichtspielen gelungen, eine neue Euphorie im Umfeld der „Südstadtlegende“ zu entfachen.

Funke springt auf Fans über

Dies war spätestens am Montagabend zu merken, als über 3.000 Zuschauer den Weg ins Südstadion fanden und durch die offensive Spielweise der Funke sofort auf die Fans übergesprungen war. Einen derart lautstarken Support hatten die Spieler lange nicht mehr erlebt. Der Zusammenhalt zwischen Mannschaft, Sponsoren, Verein und Fans, den Zapel bei seiner Vorstellung am Ostermontag ausgerufen hat, war keine leere Worthülse.

Von der Seitenlinie kommt endlich wieder was (Fortuna-Fans auf Facebook)

Der Traditionsverein steht in dieser Phase wie eine Einheit zusammen. Und wer in den letzten Tagen in den sozialen Netzwerken die Posts von Fortuna-Fans gelesen hat, wird sich bestätigt fühlen.

„Von der Seitenlinie kommt endlich wieder was“, sehen die Anhänger einen lebendigen Trainer, der seine Mannschaft permanent anfeuert und nach missglückten Aktionen direkt wieder aufbaut. „Diese gewisse unglaubliche Motivations- und Begeisterungsfähigkeit“, über die ein anderer Fan schrieb, ist auch in der Mannschaft angekommen.

Spaß am Fußball ist zurück

Hamdi Dahmani klärte Liga-Drei.de am Mittwoch auf, wie der neue Trainer trotz der sportlich düsteren Ausgangslage bei der Fortuna wieder das Licht angeknipst hat. „Er hat die Stimmungslage innerhalb der Mannschaft sofort geändert und den Spaß am Fußball wieder reingebracht“.

Der Glaube ist zurück, dass wir spielerische Lösungen finden (Fortuna-Kapitän Hamdi Dahmani)

Schon bei Zapels Debüt im Landespokal gegen Wegberg-Beeck war die Fortuna kaum wieder zuerkennen. „Da haben wir ein anderes Gesicht gezeigt, uns Chancen erarbeitet. Das hat auch den Glauben zurückgebracht, dass wir spielerische Lösungen finden können“, so Mannschaftskapitän Dahmani, der wie seine Mitspieler weiterhin fest an einen Verbleib in der 3.Liga glaubt.

Offensive Spielweise bleibt

Bei nur einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer ist der Klassenerhalt nach wie vor möglich. Damit der in den noch ausstehenden Begegnungen mit 1860 München und Großaspach unter Dach und Fach gebracht werden kann, wartet auf Zapel aber noch Arbeit.

Auch in München werden wir mit Leidenschaft und Energie attackieren (Trainer Oliver Zapel)

Denn ein Manko muss er seiner Mannschaft noch austreiben: Den leichtfertigen Umgang mit hochkarätigen Torchancen. Gegen Würzburg und Meppen erspielte sich die Fortuna zahlreiche Top-Gelegenheiten, ließ vor dem Kasten aber die Coolness vermissen.

Doch auch gegen die „Löwen“ sollen die Zuschauer das neue, selbstbewusste Gesicht der Fortuna sehen. „Ich habe den Glauben nicht verloren, das kann ich garantieren. Auch in München werden wir mit Leidenschaft und Energie attackieren“, wird Zapel an seiner offensiven Spielphilosophie festhalten.

Wie es für den Norddeutschen, der in der Südstadt nur bis Saisonende unterschrieben hat, danach weitergeht, ist noch offen. Über eine Fortführung seines Engagements bei einem Abstieg in die Regionalliga hat sich Zapel noch keine Gedanken gemacht.

Seine ganze Energie gilt dem Klassenerhalt. „Die Menschen hier in Köln bringen mir so viele positive Emotionen entgegen, das ist unglaublich“, gibt der Fußballlehrer allerdings auch zu, sich bei der Fortuna pudelwohl zu fühlen.

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