Fortuna-Trainersuche: Das muss ein Kandidat mitbringen

Klares Anforderungsprofil an neuen Coach

Uwe Koschinat und Michael W. Schwetje beim Training

Koschinat (l.) ist bei der Fortuna Geschichte. Wen holt Michael W. Schwetje jetzt? ©Imago/Eduard Bopp

„Wir werden uns in den nächsten Tagen mit Trainern zusammensetzen, die in unser Anforderungsprofil passen“, sagte Michael W. Schwetje heute nachdem bekannt wurde, dass der Vertrag mit Uwe Koschinat aufgelöst wurde. Doch welches Anforderungsprofil gilt bei den Kölner Südstädtern, die seit der Saison 2014/15 in der 3. Liga kicken?

Ganz klar, einen zweiten Koschinat zu verpflichten, wird nicht möglich sein. Ist aber auch gar nicht nötig. Mit dem 47-Jährigen stiegen die Kölner Südstädter zwar sensationell auf, schnupperten in der letzten Saison lange am Aufstieg in Liga zwei. Der Abgang des bisherigen Erfolgstrainers wird von vielen als absolutes Horror-Szenario gesehen. Stattdessen sollte er als Chance begriffen werden – als Chance, etwas anders zu machen.

Gelungener Spagat nötig

Dabei muss die Fortuna die geeignete Mischung zwischen einem unverbrauchten Trainer mit frischen Ideen finden, der bereits bewiesen hat, dass er auch mit geringeren finanziellen Mitteln eine konkurrenzfähige Mannschaft aufbauen kann. Andererseits muss ein neuer Übungsleiter auch die nötige Erfahrung in Liga drei mitbringen, die Mannschaft kennen, gut präpariert und ablösefrei verfügbar sein.

In der Kölner Südstadt zählen Kampf- und Laufbereitschaft vielleicht noch ein bisschen mehr als bei anderen Drittligisten. Die nötige Mentalität, an der Seitenlinie eben diese Unbeugsamkeit vorzuleben, ist unerlässlich. Nicht zuletzt muss der neue Trainer auch einen guten Draht zu Boss Michael W. Schwetje wahren, der Transfers in der jüngsten Vergangenheit sehr eng mit Koschinat abwickelte.

Gut vernetzt

Der Trainer war dabei das Aushängeschild des Vereins. Der neue Coach muss in der Außendarstellung also souverän auftreten. Vom Altersschnitt her übernimmt der neue Fortuna-Trainer eine eher alte Mannschaft.

Allerdings sind einzelne Leistungsträger wie Nico Brandenburger oder Michael Eberwein noch lange nicht am Ende Ihrer Leistungsfähigkeit angekommen. Die nötigen Erfahrungen, wie man talentierte und gestandene Spieler weiterentwickelt, sollten also gegeben sein.

Um neue Akteure für den Verein zu gewinnen, brauchen die Kölner Südstädter einen Trainer, der über ein großes Scouting-Netzwerk, auch über die dritte Liga hinaus, verfügt – und die Spieler entsprechend ihrer Fähigkeiten einschätzen kann. Geeignete Kandidaten aufgrund dieses Anforderungsprofils zu finden, dürfte nicht einfach sein. Die Fortuna hat allerdings schon ganz andere schwierige Situationen gemeistert.

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