Karlsruher SC: Neuer Anlauf – mit weniger Geld

Etat sinkt um 20 Prozent

Ratlos nach Relegations-Aus: Karlsruhes Abwehrspieler Daniel Gordon

Glaubt an neue Zweitliga-Chance: KSC-Routinier Daniel Gordon © imago/sportfoto rudel

Der Katzenjammer beim Karlsruher SC nach dem verpassten Wiederaufstieg in die zweite Liga ist groß gewesen. Die Reaktionen von Spielern und Trainern nach dem entscheidenden 1:3 im Relegationsrückspiel beim Zweitliga-Drittletzten Erzgebirge Aue (Hinspiel:0:0) spiegelten die tiefe Enttäuschung der Badener noch lange Zeit nach Abpfiff wider.

„Alle haben nicht das gespielt, was wir eigentlich können und wollten“, fasste Abwehrspieler Daniel Gordon im regionalen Internetportal ka-news den Auftritt bei den Sachsen ernüchtert zusammen. Eine Erklärung für das dritte Scheitern des Klubs in einer Relegation nach 2012 und 2015 hatte aber auch der 33-Jährige nicht.

Wir werden aufstehen und wiederkommen. (KSC-Routinier Daniel Gordon)

Doch Gordon richtete den Blick auch schon nach vorne und kündigte einen neuerlichen Anlauf des früheren Europacup-Halbfinalisten auf die Rückkehr ins Unterhaus an. „Wir werden aufstehen und wiederkommen“, sagte der Routinier.

Etat muss zusammengestrichen werden

Dafür jedoch benötigen Trainer Alois Schwartz, Sportchef Oliver Kreuzer und Geschäftsführer Helmut Sandrock bei der Zusammenstellung des künftigen Kaders viel Geschick. Denn anders als nach dem Absturz aus der zweiten Liga vor Jahresfrist muss der KSC voraussichtlich finanziell deutlich kürzer treten und seinen Etat weiter zusammenstreichen.

Informationen der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 23.05.23018) zufolge sinkt das zur Verfügung stehende Budget von bislang 5,5 Millionen Euro um fast 20 Prozent auf künftig nur noch rund 4,5 Millionen Euro.

Einen noch tieferen Einschnitt verhindert die Auflösung der Karlsruher Oberliga-Mannschaft. Durch die Konzentration der Kräfte alleine auf das Drittliga-Team von Schwartz macht Mittel in Höhe von rund einer halben Million Euro frei.

Das ingesamt jedoch knappere Geld will allerdings umso klüger investiert sein. Baustellen mit Handlungsbedarf dürften jedenfalls genug vorhanden sein.

Eine der wichtigsten Entscheidungen liegt dabei nicht einmal in der Hand der Karlsruher: Ob der 17-malige Saisontorschütze Fabian Schleusener nach Ablauf seiner Leihe am Saisonende am Wildpark bleibt, entscheidet zum einen sein Erstliga-Klub SC Freiburg und zum anderen auch der Stürmer selbst. Sogar im Falle einer Freiburger Zustimmung zu einer Verlängerung des Leihgeschäfts scheint offen, ob Schleusener noch ein weiteres Jahr in Liga 3 spielen will oder sich stattdessen bei einem von mehreren interessierten Zweitligisten beweisen möchte.

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