KFC Uerdingen: Große Namen in der Pflicht

Krämer erwartet mehr von seinen Leitwölfen

Stefan Aigner soll beim KFC Uerdingen mehr Verantwortung übernehmen.

Uerdingens Topscorer, aber kein Lautsprecher: Stefan Aigner. ©Imago/Team2

Stefan Aigner, Dominic Maroh oder Weltmeister Kevin Großkreutz: Der KFC Uerdingen setzte bei einigen seiner Neuzugänge auf große Namen. Mit Blick auf die Tabelle scheint dieser Plan aufzugehen, der Aufsteiger steht auf dem dritten Platz. Bei Trainer Stefan Krämer will sich trotzdem keine Zufriedenheit einstellen.

Bei uns muss sich noch eine Hierarchie entwickeln. (KFC-Coach Stefan Krämer)

„Wir haben zu wenig Jungs, die trotz Namen nicht in der Lage waren, das Spiel in eine andere Richtung zu drehen. Bei uns muss sich noch eine Hierarchie entwickeln. Das geht nicht in ein paar Wochen, das ist auch eine Sache der Persönlichkeit“, sagte er der Bild (Ausgabe vom 27.10.2018).

Mit dem letzten Halbsatz ist Stefan Aigner gemeint. Der gebürtige Münchner lässt statt Worten lieber Leistung sprechen, seine sechs Saisontreffer haben erheblichen Anteil am Höhenflug der Uerdinger. Doch von einem Spieler mit seiner Erfahrung wird mehr erwartet, er soll seine Führungsrolle aktiver leben.

Maroh & Großkreutz können mehr machen

„Das ist kein Junge, der große Reden schwingt“, weiß Krämer um die Schwere der Aufgabe, den ruhigen Aigner aus seinem Schneckenhaus zu locken. Doch die Last des Anführers soll nicht alleine auf seinen Schultern ruhen, auch andere große Namen müssen ob ihrer bisherigen Karrieren den Anspruch haben, vorne weg zu marschieren.

Maroh und Großkreutz zum Beispiel. Die Beiden kommen gemeinsam auf über 300 Einsätze in der 1. Bundesliga, ihr Wort hat in der Kabine Gewicht. Auch vom Duo wird erwartet, einen Teil der Verantwortung zu schultern und damit über das rein Sportliche hinaus zu liefern.

Beister ist noch nicht in der 3. Liga angekommen

Nicht in der Lage, das Spiel zu drehen, war bislang auch Maximilian Beister. In der abgelaufenen Saison mit elf Treffern in 15 Regionalliga-Partien noch ein Aufstiegsgarant, ist der Angreifer bisher nicht in der 3. Liga angekommen. Nach elf Partien wartet er noch auf seinen ersten Treffer und hat seinen Stammplatz im Sturmzentrum an Aigner verloren.

Nachdem er zuletzt nicht über die Rolle des (erfolglosen) Jokers hinauskam, könnte dem 28-Jährigen im Heimspiel gegen Lotte am Samstag gar ein Platz auf der Tribüne drohen.

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