KFC Uerdingen: Lukimya überzeugt im Rampenlicht

Abwehrchef wie ausgwechselt

Zweikampf zwischen Lukimya und Reus

Überzeugend. Assani Lukimya (m.) bot gegen den BVB eine starke Leistung. ©imago images/Nordphoto

‚Bruder Leichtfuß‘, ‚Unsicherheitsfaktor‘, ‚abgehalfterter Bundesliga-Star‘ – Assani Lukimya wurde in den letzten Monaten nicht gerade charmant bezeichnet. Seit seinem Wechsel zum ambitionierten KFC Uerdingen trug der Kongolese mit ungestümen Abwehraktionen und Leichtsinnsfehlern, die eines Spielers seiner Erfahrung nicht würdig waren, jedoch auch maßgeblich dazu bei.

So manchem KFC-Fan mag vor dem Pokalspiel gegen Borussia Dortmund Angst und Bange geworden sein. Lukimya als Abwehrchef gegen die Offensiv-Zauberer um Alcacer, Reus, Sancho und Co. – das kann ja was werden.

Zurück in eine andere Zeit

Und es wurde etwas. Der bislang beste Auftritt von Assani Lukimya im Uerdingen-Dress. Die aus der 3.Liga fast schon gewohnten Unkonzentriertheiten? Wie weggeblasen! Es schien, als würden die Umstände des Spiels (große Stadion-Kulisse, zigtausende TV-Zuschauer) den mittlerweile 33-Jährigen wieder in eine andere Zeit zurückversetzen.

Jene Zeit, in der ihn Werder Bremen aus Düsseldorf an die Weser lockte und 79-mal in der Bundesliga einsetzte. Jene Zeit, in der es Stürmern keinen Spaß machte, gegen die ‚Kante‘ Lukimya zu spielen. Am Freitag schien wieder ‚jene Zeit‘ zu sein. Robust in der Zweikampfführung, handlungsschnell und mit gutem Stellungsspiel trug der Abwehrchef maßgeblich dazu bei, dass die Borussia ohne eigenen Treffer in die Halbzeitpause musste.

Dass der große Favorit nach dem Seitenwechsel seiner Rolle gerecht wurde, zweimal traf und letztlich verdient mit 2:0 gewann – geschenkt. Der Auftritt brachte Trainer Heiko Vogel wertvolle Erkenntnisse.

Dass seine Mannschaft gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner mithalten kann, dass das Team „intakt & eine Einheit ist“ (O-Ton Kevin Großkreutz) und vor allem, dass er einen starken Abwehrchef hat. Auf den er ihm nächsten Spiel allerdings verzichten muss. Gegen Ingolstadt ist Lukimya noch rot-gesperrt. Vielleicht das letzte Relikt aus der Bruder-Leichtfuß-Zeit…

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