KFC Uerdingen: Reisinger bringt Selbstvertrauen zurück

Fehler-Analyse fruchtet

Der KFC Uerdingen feiert das Tor zum 2:0 gegen Meppen

Lukimya (mitte) und Co. feiern den Treffer zum 2:0 gegen Meppen. ©Imago images/Werner Scholz

Es gibt durchaus einfachere Aufgaben, als an einem nassen Sonntagnachmittag beim SV Meppen zu gastieren, der seine letzten beiden Heimspiele bei einem Torverhältnis von insgesamt 9:1 gewonnen hat. Doch der KFC Uerdingen bestand den Charaktertest durch einen verdienten 2:1-Erfolg und kann daher erstmal durchatmen.

Zwar rangiert der ambitionierte KFC noch immer in der unteren Tabellenhälfte, vor allem die Art und Weise, wie Lukimya und Co auftraten lassen auf einen Umschwung deuten. Von Beginn an zeigte sich Uerdingen in Meppen konzentriert in der Defensive und mit dem in den vergangenen Wochen so oft vermissten Biss in den Zweikämpfen – genau das war vor dem Spiel der Plan.

Standards als Waffe

„Wir müssen gemeinsam hier gnadenlos verteidigen, einer für den anderen alles geben und dann unsere Nadelstiche setzen“, schwor Interimstrainer Stefan Reisinger seine Mannschaft vor dem Spiel ein, wie er nach der Partie selbst am Mikrofon von MagentaSport verriet.

Die Nadelstiche wurden besonders gefährlich nach Standards, „die wir explizit geübt haben“, wie Reisinger weiter ausführt. Nicht zufällig fielen so beide Uerdinger Treffer nach zwei Freistoß-Flanken von Roberto Rodriguez, die Tom Boere zum 1:0 sowie Lukimya zum 2:0 einköpften.

Der KFC-Erfolg in Meppen fußt also auf einer guten Analyse der Fehler in den vergangenen Spielen sowie einer Stärkung der eigenen Stärken. „Ich habe die Jungs gepackt“, sagt Reisinger selbst und lässt dabei durchblicken, dass er auch an die Moral der Spieler appellierte.

Blick nach Magdeburg

So ist auch das komplett veränderte Gesicht der Mannschaft zu erklären, die Reisinger nur auf zwei Positionen veränderte. So feierten Adam Matuschyk und Ali Ibrahimaj jeweils ihre ersten Drittliga-Minuten in dieser Saison – beide lieferten eine solide Vorstellung ab.

Allzu viele Fehler müssen Reisinger und sein Team auch deswegen vor dem nächsten Spiel nicht analysieren. Im Umschaltspiel sowie der Passgenauigkeit sieht der Coach noch Verbesserungspotential im Hinblick auf die kommende Partie.

Diese findet am Freitagabend statt, der Gegner heißt Magdeburg – mit Ex-Coach Stefan Krämer an der Seitenlinie. Auch er durfte am Wochenende jubeln, der FCM siegte gegen Würzburg mit 3:0 und tankte damit selbst, wie auch die Uerdinger, dringend benötigtes Selbstvertrauen.

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