KFC Uerdingen: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Kevin Großkreutz im KFC-Trikot

Einer von mehreren prominenten Namen: Kevin Großkreutz am Ball für den KFC Uerdingen. ©Imago/Eibner

Der KFC Uerdingen sicherte sich in einem famosen Schlussspurt der letzten Saison den Meistertitel in der Regionalliga West und bezwang Waldhof Mannheim in der Relegation deutlich. Der Lohn: Aufstieg in die dritte Liga. Für die neue Spielklasse haben sich die Krefelder ordentlich verstärkt, unter anderem mit Ex-Weltmeister Großkreutz. Was ist für den KFC in Liga drei drin? Wir haben uns Kader, Form und Spielsystem angeschaut und sagen im Fazit, wo der Aufsteiger landen könnte.

Kader & Transfers

Getrennt hat sich der KFC nur von wenigen Spielern, darunter erfahrene Kräfte wie Christian Müller oder Publikumsliebling Patrick Ellguth. Deutlich mehr tat sich auf der Seite der Neuzugänge: Erfahrung kam mit Kevin Großkreutz sowie Stefan Aigner für die Außenbahnen sowie mit Dennis Daube und Manuel Konrad für das zentrale Mittelfeld.

Auch Innenverteidiger Müller, der aus Aalen nach Krefeld kommt, hat schon einige Partien auf dem Buckel, in der dritten Liga genau 295. Durch die ganzen Routiniers liegt der Alterssschnitt der Mannschaft bei genau 27 Jahren – damit stellt der KFC das älteste Team der dritten Liga.

Für frischen Wind sollen hingegen die Youngster wie Lukas Schelenz sorgen, der sich von RB Leipzig anschloss. Da die Aufstiegshelden zusammenblieben und mit einigen starken Spielern ergänzt wurde, ist der Kader nochmal deutlich stärker als letztes Jahr einzuschätzen.

Die aktuelle Form

Auf den KFC warteten in der Vorbereitung echte Härtetests: Gegen den tschechischen Erstligisten FK Pribram gab es dabei einen 3:1-Sieg, gegen Bundesligist Mainz 05 eine knappe Niederlage.

Zuletzt war der Mannschaft die schlauchende Vorbereitung anzumerken, allerdings gewann sie die jüngsten zwei Testspiele gegen den niederländischen Zweitligisten FC Eindhoven sowie den niederländischen Erstligisten Groningen jeweils mit 1:0, wobei aber die Abläufe in der Defensive noch nicht zu 100% stimmten. Die Neuzugänge wirkten in den jüngsten Spielen bereits gut integriert.

Stärken & Schwächen

Auf Platz zwei liegend entließ der KFC Uerdingen nach dem 22. Spieltag der Vorsaison den bisherigen Trainer, um mit Stefan Krämer einen neuen zu installieren. Unter dem Fußballlehrer gewannen die Krefelder zwölf von 14 Partien (bei zwei Remis). Sein schnelles Umschaltspiel wurde ganz klar zu Stärke der Mannschaft, auch die Neuzugänge können sich mit dem Spielsystem identifizieren, wie Manuel Konrad im Liga-Drei.de-Interview verriet.

Der KFC hat einen großen Pool an Erfahrung in der Mannschaft, allerdings muss sich das Team zunächst finden, damit die Mechanismen zum Saisonstart gut ineinander greifen. Funktioniert dies nicht, kann das hohe Pressing nach hinten loßgehen.

Stefan Krämer an der Seitenlinie für Uerdingen

Glücksgriff: Stefan Krämer hat als KFC-Coach noch kein Spiel verloren. ©Imago/Eibner

Der Trainer

Stefan Krämer kann bereits auf einige Erfahrung als Coach im Profifußball zurückblicken, stand in Bielefeld, Cottbus und zuletzt in Erfurt an der Seitenlinie. Von seiner letzten Station kennt er auch die dritte Liga noch blendend. Der Trainer setzt wie bereits erwähnt auf ein schnelles Umschaltspiel, wofür ihm im Kader passende Spieler zur Verfügung stehen.

Krämer genießt das volle Vertrauen des Umfelds und von Investor Mikhail Ponomarev, der nicht nur auf Ergebnisse sondern auch auf die spielerischen Leistungen der Mannschaft achtet. Die Mannschaft scheint er perfekt zu erreichen, tritt sie seit seiner Übernahme doch mit sichtlich mehr Selbstvertrauen auf.

Die mögliche Startelf

Interessant wird, ob Krämer bei seinem System mit Doppelspitze bleibt. Im Tor erhält jedenfalls wohl Vollath den Vorzug, obwohl Benz in der Vorbereitung gut hielt. In der Abwehr tobt der Konkurrenzkampf, momentan scheinen die Aufstiegs-Innenverteidiger Erb und Schorch allerdings leicht die Nase vorn zu haben.

Auf den defensiven Außenbahnen beginnen wohl Dorda und Bittroff. Im zentralen Mittelfeld wiederum wird nach den Testspiel-Eindrücken Konrad den Takt vorgeben, neben ihm streiten sich Öztürk und Daube um einen Platz. Linksaußen ist Großkreutz wohl gesetzt. Auf rechts wird Aigner von Ibrahimaj herausgefordert, der in der Vorbereitung stark aufspielte.

Im Sturm stehen mit Reichwein, Beister und Musculus drei Angreifer zur Verfügung. Wenn Krämer im 4-2-3-1 beginnen lässt, rückt voraussichtlich Krempicki auf die Zehner-Position.

Die voraussichtliche Aufstellung: Vollath – Bittroff, Schorch, Erb, Dorda – Ibrahimaj, Konrad, Daube, Großkreutz – Beister, Musculus

Fazit & Prognose

Der Kader hat die Qualität, um vorne mitzuspielen. Wohin es letztlich geht, hängt aber auch davon ab, wie schnell sich die Mannschaft findet. Ein guter Saisonstart kann die Grundlage werden, um den Relegationsrang anzugreifen. Aufgrund starker Konkurrenz erwarten wir den KFC allerdings eher im vorderen Mittelfeld.

Wo landet der KFC Uerdingen in der Saison 2018/19? Jetzt direkt bei bwin darauf tippen & bis zu 100€ Bonus kassieren.