KFC Uerdingen: Teamcheck 2019/20

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Tobias Rühle am Ball für den KFC Uerdingen

Tobias Rühle ist neu beim KFC – und fügte sich bisher in den Testspielen gut ein. ©Imago images/Revierfoto

Nach der Hinrunde der vergangenen Saison stand der KFC Uerdingen auf Platz drei, der Weg schien bereitet, um den direkten Durchmarsch in Liga zwei zu schaffen. Was jedoch folgte, war ein nicht für möglich gehaltener Absturz, in dem die Krefelder dreimal den Trainer wechselten. Mit Heiko Vogel sitzt nun ein Mann an der Seitenlinie, der teils komplett neue Ansätze mitbringt. Hat er damit Erfolg? Wir machen den Teamcheck und verraten im Fazit, wo sich der KFC in der Saison 2019/20 einordnen könnte.

Kader & Transfers

Im Kader des KFC Uerdingen finden sich nach wie vor prominente Routiniers wie Dominic Maroh oder Kevin Großkreutz, gleichzeitig scheint allerdings auch ein Umdenken stattzufinden. Verpflichtet wurden jedenfalls, wie angekündigt, viele junge und entwicklungsfähige Spieler wie Franck Evina oder Christian Kinsombi.

Mit Tobias Rühle und Keeper Lukas Königshofer kam außerdem Drittliga-Erfahrung nach Uerdingen. Große Namen tauchen in der Riege bis auf Jan Kirchhoff nicht auf. Kirchhoff hat in der Rückrunde beim 1. FC Magdeburg bewiesen, dass er ein Mittelfeld stabilisieren kann, seine Fehlerquote ist minimal.

Demgegenüber stehen insgesamt elf Abgänge, darunter Stammkraft Connor Krempicki, den der Verein gerne weiterhin im KFC-Trikot gesehen hätte. Als klassischer Spielmacher auf der „Zehn“ steht damit momentan nur Patrick Pflücke zur Verfügung, während die Uerdinger ansonsten auf den Außenbahnen (defensiv wie offensiv), im Sturm sowie im zentralen Mittelfeld sehr gut besetzt sind. In der Abwehrzentrale bringt der Däne Andreas Maxsö viel Qualität mit.

Die aktuelle Form

Einen echten Härtetest hat die Elf von Trainer Heiko Vogel schon hinter sich: Gegen den zwölfmaligen ukrainischen Meister Shakhtar Donetsk gab es ein 1:1-Unentschieden. Generell fiel der KFC in der Vorbereitung bisher durch eine gute Offensive auf, während defensiv noch Nachholbedarf besteht.

Heiko Vogel im Training des KFC Uerdingen

Bringt internationale Erfahrung mit: KFC-Trainer Heiko Vogel. ©Imago images/Revierfoto

Stärken & Schwächen

Die Krefelder waren in der letzten Spielzeit zu abhängig von Einzelaktionen und harmonierten zu selten als Team. Auch in der kommenden Saison werden viele große Egos auf dem Platz versammelt sein, die es gilt, gekonnt zu moderieren.

Was schwer wiegt: Der KFC hat aktuell keine feste Heimat. Letztes Jahr trug Uerdingen seine Heimspiele in Duisburg aus, wo keine Stimmung aufkommen wollte – ob das in der kommenden Spielzeit im Düsseldorfer Rund, das noch mehr Zuschauer fasst, anders wird, darf bezweifelt werden.

Als positiv zu bewerten ist hingegen die Personalpolitik des KFC. Jan Kirchhoff kann auf und abseits des Platzes vorangehen, mit den verpflichteten Youngstern herrscht mehr Konkurrenzkampf. Uerdingen hat künftig auf dem Platz und auf der Bank gleich mehrere Spieler, die ein Spiel mit einer Aktion entscheiden können. Gleichzeitig ist mit Heiko Vogel jetzt ein Trainer am Ruder, der das Projekt KFC Uerdingen gut führen kann.

Der Trainer

Heiko Vogels Erfolge als Trainer sind beachtlich. Im Nachwuchsbereich des FC Bayern bewies er, dass er in der Lage ist, Talente zu entwickeln, den FC Basel führte er in der Saison 2011/12 zum Double. Mit Sturm Graz feierte er im vergangenen Jahr außerdem den Sieg im österreichischen Pokalwettbewerb. Nachteil: Die dritte Liga und ihre Eigenheiten kennt Vogel aus Erfahrung kaum.

Nichtsdestotrotz hat Vogel bereits bewiesen, dass er sich in einer neuen Umgebung relativ schnell zurechtfinden kann – was beim ambitionierten KFC auch nötig ist. Mit den Uerdingern möchte er sein Spiel auf Ballbesitz auslegen, seine Elf soll also dominant auftreten. Dass Vogel ein kommunikativer Trainer ist, wird von Vorteil sein.

Fazit & Prognose

Der KFC hat immer noch enorm viel Qualität in der Mannschaft und konnte diese klug verstärken. Vor allem offensiv erwarten wir einiges von den Uerdingern. In der Defensive ist es auch an Vogel, der Mannschaft so viel Sicherheit zu geben, dass die häufig gesehenen individuellen Patzer ausbleiben und die Disziplin gegen den Ball stimmt. Was bleibt, ist das Manko der unromantischen Heimspiele. Wir erwarten dennoch, dass der KFC diesmal die ganze Saison über um den Aufstiegs-Relegationsrang mitspielt.

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