KFC Uerdingen: Tom Boere ist die „Endstation“

Ex-Trainer Marino Pusic zum Stürmer

Tom Boere vom KFC Uerdingen,

Tom Boere soll auch bei KFC Uerdingen die Angriffe abschließen. ©imago images/MaBoSport

Endstation – das klingt im ersten Moment nicht schön für einen Fußball-Profi. Und eine Endstation soll der KFC Uerdingen für Tom Boere auch nicht sein, im Gegenteil: „Ich kenne Tom als sehr ambitionierten Jungen, der Leistung zeigen will, Tore machen will und an seine Grenze gehen will,“ sagt sein früherer Trainer Marino Pusic.

„Endstation“ ist aber der Begriff, den der Niederländer für den Fußballer-Typen Tom Boere gebraucht. „Tom ist eine klassische tiefe Spitze. Ich nenne das „Endstation“, denn die Angriffe sollen bei ihm enden. Für diese Bälle läuft er viel und scheut sich nicht, für seine Mannschaft hart zu arbeiten,“ beschreibt der 48-Jährige den Mittelstürmer.

Opfer der Umstände in der Eredivisie

Pusic kennt Boere sehr gut. Als der Angreifer 2017 mit der Empfehlung von 33 Saisontoren vom Zweitligisten FC Oss zu Twente Enschede in die Eredivisie kam, war Pusic dort schon fast zwei Jahre Co-Trainer. „Ein sehr offener Junge, sehr charakterstark. Ich hatte viel Freude bei der Arbeit mit ihm und nur positive Erfahrungen mit ihm gemacht.“ erinnert er sich an den Neu-Uerdinger.

In der höchsten Spielklasse konnte Torjäger dann jedoch nicht an seine Statistik anknüpfen und traf trotz Stammplatz nur fünfmal. „Es war also keine gute erste Saison für ihn, aber das lag nicht nur an Tom, sondern war eine Kombination der Umstände mit der Gewöhnungsphase.“, relativiert der frühere Profi und betont, dass Boere dennoch enorm wertvoll war für das Team. Die Umstände – das war der Abstiegskampf von Twente, der schließlich mit dem Gang in die Zweitklassigkeit endete.

Marino Pusic bei Twente Enschede

Marino Pusic führte den FC Twente umgehend zurück in die Eredivisie. ©Imago images/VI images

Umgehend gelang jedoch der Wiederaufstieg. Pusic war inzwischen zum Chef-Trainer befördert worden und seine „Endstation“ fand mit 16 Treffern wieder zur alten Klasse . „Letztlich waren wir schon vier Spieltage vor Schluss Meister mit einem Torverhältnis von plus 40. In dieser Saison hatte Tom einfach ein prima Jahr und seinen Beitrag zum Team geleistet.“

Zurück in der Eredivisie schlugen die Umstände aber erneut zum Nachteil von Tom Boere aus: Sein großer Befürworter Pusic musste trotz Aufstieg seinen Platz räumen, ist inzwischen bei AZ Alkmaar wieder Co-Trainer, sein Nachfolger bevorzugte andere Typen. Für den KFC die Gelegenheit, sich einen echten Knipser zu schnappen. Mit drei Toren in fünf Pflichtspielen kann sich dessen Quote bei den Krefeldern bislang sehen lassen.

Was er seinem ehemaligen Schüler in Deutschland noch zutraut, wollen wir zum Abschluss noch wissen, schließlich war der gebürtige Bosnier selbst in Deutschland aktiv, spielte für die Reserve des 1. FC Köln und verfolgt den Fußball im Nachbarland intensiv.

„Ein Spielertyp wie Tom, der zwar ein bisschen abhängig davon ist, was für eine Art Fußball eine Mannschaft spielt, aber hart arbeitet, immer bereit ist, Fehler zu bestrafen und Tore zu machen, ein echter Goalgetter, der passt prima in diese Ligen.“ 

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