KFC Uerdingen: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Mario Erb, Stefan Aigner & Co.

Mario Erb im KFC-Dress.

Nach zwei Jahren verließ Mario Erb Uerdingen im Sommer. ©imago images/Eibner

Exakt 60 Mal stand Mario Erb für den KFC Uerdingen auf dem Platz. Zur Saison 2016/17 schloss er sich dem ambitionierten Klub in der Regionalliga an und führte ihn auf Anhieb als Kapitän in die 3. Liga. Im Sommer entschied er sich mit dem Wechsel zu Türkgücü München für seine Heimat und die Rückkehr in die 4. Liga – Letzteres zumindest vorerst.

„Ich hoffe sehr, dass wir das dieses Jahr auch schaffen“, blickt er im Gespräch mit Liga-Drei.de auf den Durchmarsch des KFC zurück, den sich das ambitionierte Türkgücü ebenfalls vorgenommen hat. Momentan liegen Erb und sein neues Team auf Kurs, führen die Bayern-Staffel souverän an.

Unangefochtener Stammspieler

Dass der 29-Jährige in München geboren wurde und dort aufwuchs „hat die Entscheidung natürlich nicht schwerer gemacht“, wie er anmerkt. Nicht schwer ist es auch für seinen Trainer Reiner Maurer, den Innenverteidiger aufzustellen: Erb gehört zum unangefochtenen Stammpersonal, geht mit seiner Erfahrung von 221 Drittliga-Partien voran und überzeugte auch schon als Rechtsverteidiger sowie im defensiven Mittelfeld.

„Wenn ich selbst kein Spiel zu dem Zeitpunkt habe, schaue ich mir jedes Spiel an“, fiebert er aber auch über die große Entfernung noch mit den ehemaligen Weggefährten in Uerdingen mit. Die zwei Jahre in Krefeld hat er sowieso in guter Erinnerung: „Ich habe dort noch viele Freunde und verbinde mit dem Verein eine erfolgreiche und sehr intensive Zeit!“

Vorfreude auf die Bayern U23

Intensiv wäre auch die Derby-Dichte, sollte Erb mit Türkgücü den angepeilten Aufstieg schaffen und die weiteren Münchner Klubs 1860, Unterhaching und die FC Bayern U23 auch nächstes Jahr drittklassig sein.

Auf welchen Gegner er sich am meisten freuen würde? Einen Favoriten hat der im Nachwuchs des FCB ausgebildete und später zwei Jahre in Haching aktive Rechtsfuß: „Der FC Bayern München hat mich über die Hälfte meines Lebens hinweg geprägt. Während meiner 14 Jahre dort bin ich als Spieler und als Mensch groß geworden, durfte sehr viel erleben und konnte enorm viel lernen.“

Mario Erb (r.) gegen Fürths Daniel Adlung.

Zweikampfstark auch in der Regionalliga: Mario Erb (r.) ©imago images/foto2press

Die übrigen Abgänge:

Maximilian Beister
Weiterhin in der 3. Liga ist Maximilian Beister aktiv. Der Flügelstürmer wechselte zum FC Ingolstadt und soll den Schanzern beim sofortigen Wiederaufstieg helfen. Zu Saisonbeginn noch Stammspieler auf rechts, hat der 29-Jährige diesen Status mittlerweile eingebüßt und muss sich hinter der jüngeren Konkurrenz einsortieren.

Christopher Schorch
Auch Erbs einstigen Partner in der Innenenverteidigung hat es in die Regionalliga verschlagen. Mit dem 1. FC Saarbrücken peilt er den Aufstieg in der Südwest-Staffel an und liegt als Tabellenführer auf Kurs. Nach seiner Suspendierung beim KFC rund sechs Monate ohne Spielpraxis, gehört Schorch im Saarland zum Stammpersonal.

Jan Holldack
In Uerdingen kam der ehemalige deutsche U-Nationalspieler nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus, ein Neuanfang eine Klasse tiefer machte daher Sinn. Der gelang bislang beim Bonner SC. Abgesehen von zwei Partien, die Holldack auf Grund eines Muskelfaserrisses verpasste, gehörte der offensive Mittelfeldspieler immer dem Startaufgebot an.

Johannes Dörfler
Jung, schnell & dribbelstark: Der Außenbahnspieler passt perfekt ins Paderborner Beuteschema. Beim Bundesliga-Aufsteiger hat Dörfler bisher aber einen schweren Stand und schaffte es noch nicht in den Kader. Spielpraxis sammelte er bislang nur in der Oberliga-Mannschaft.

Tim Schneider
Der junge Torhüter ist der nächste Ex-Uerdinger, der es eine Klasse tiefer probierte. Bei Viktoria Berlin wartet der Torhüter aber noch auf seinen ersten Einsatz in der Regionalliga und muss sich hinter Stammkeeper Stephan Flauder einsortieren. Immerhin zwei Einsätze im Landespokal stehen bereits in Schneiders Statistik.

Stefan Aigner
Bei Aufsteiger Wehen Wiesbaden erwischte Aigner einen starken Start und sammelte in seinen ersten drei Spielen vier Torvorlagen. Danach ging es aus persönlicher Sicht bergab: Der 32-Jährige zog sich bei einem Zusammenprall mit seinem Mitspieler Marcel Titsch Rivero einen Nasenbeinbruch zu, nach einer roten Karte gegen Hamburg wird er noch zwei weitere Spiele aussetzen müssen.

Oguzhan Kefkir
Bei seiner Vorstellung in Essen betonte Trainer Christian Titz, dass Kefkir ein Spieler ist, der den Unterschied ausmachen kann. Die Wahrheit dieser Worte bestätigte der 28-Jährige bislang eindrucksvoll, kommt auf beiden Flügeln zum Einsatz und sorgte mit sechs Toren sowie fünf Assists dafür, dass RWE den Anschluss an die Tabellenspitze hält.

Robin Benz
Kam nach der Verletzung von René Vollath im Saisonendspurt zu Einsätzen und zeigte dabei solide Leistungen. Besser läuft’s für ihn beim Bonner SC, dem er sich wie Holldack anschloss. Dort ist der im Nachwuchs des VfL Bochum ausgebildete Benz die Nummer Eins.

Connor Krempicki
Der Start beim MSV Duisburg war gelungen, Krempicki spielte sich im linken Mittelfeld der Zebras fest und überzeugte – bis er sich am 6. Spieltag in Mannheim den Mittelfuß brach und bis Jahresende ausfällt. Wird es nach seiner Rückkehr mit dem stark aufspielen Leroy-Jacques Mickels zu tun bekommen, der seitdem auf links überzeugt.

Dennis Chessa
Nachdem sein Vertrag auslief, fand der Linksverteidiger in Pirmasens eine neue sportliche Heimat. Während der Klub in der Regionalliga Südwest mitten im Abstiegskampf steckt, läuft es für Chessa persönlich richtig gut – in offensiverer Rolle. Sieben Vorlagen und zwei Tore steuerte er in seinen ersten zehn Einsätzen bei.

Andreas Maxsö
Erst Anfang Juli aus Zürich verpflichtet, löste der Däne seinen Vertrag bereits rund zwei Monate später wieder auf. Die Suche nach einem neuen Klub dauerte jedoch nicht lange, der Innenverteidiger ging zurück in die Heimat und schloss sich dort Bröndby an. In der Innenverteidigung des zehnfachen Meisters ist Maxsö gesetzt und spielt mit dem Klub oben mit.

Samed Yesil
Nur zehn Drittliga-Minuten stand das einstige Ausnahmetalent für Uerdingen auf dem Platz, seit dem Sommer ist er vereinslos.

Maurice Litka
Im Vorjahr von St. Pauli ausgeliehen, wechselte der Mittelfeldspieler im Sommer fest in die 3. Liga und unterschrieb bei Preußen Münster. Dort kommt Litka zwar regelmäßig zum Einsatz, sportlich läuft es mit den Preußen aber weniger optimal, wie die Tabelle verdeutlicht.

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