KFC Uerdingen: Weinhart sieht gute Entwicklung

Geschäftsführer mit Mannschaft zufrieden

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 06.01.2021 | 09:34
Nikolas Weinhart vom KFC Uerdingen

Geschäftsführer Nikolas Weinhart kann zumindest über die sportliche Lage des KFC lachen. ©Imago images/Jörg Schüler

An sich klingen fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz für den KFC Uerdingen nach einer halbwegs guten Perspektive, doch durch viele Spielausfälle ist die Tabelle der 3. Liga wenig aussagekräftig. Mehrere Teams können noch an der Krefeldern vorbeiziehen.

Dennoch ist Geschäftsführer Nikolas Weinhart zufrieden mit der runderneuerten Elf. „Ich sehe eine Mannschaft, die sich seit Saisonbeginn von Spiel zu Spiel entwickelt hat und jetzt gut dasteht“, so der 38-Jährige in der „Westdeutschen Zeitung„.

Die Entwicklung bezieht sich jedoch etwas einseitig auf die Defensivarbeit, schaut man auf die Zahlen. Hinter Dynamo Dresden haben die Seidenstädter die beste Abwehr, gemeinsam mit der SGD halten sie den Bestwert bei der Zahl der Zu-Null-Spiele (sieben).

Magdeburg als Prüfstein

Offensiv herrscht dagegen Flaute. 14 Tore in 17 Spielen bedeuten den letzten Platz in der Statistik der erzielten Treffer, denn der kommende Gegner 1. FC Magdeburg hat zwar erst 13 Tore, spielte aber auch erst 15 Partien.

So wird gerade das Duell mit dem Tabellenletzten zu einem entscheidenden Hinweis dafür, ob nach der Stabilisierung der Abwehr die Entwicklung wirklich weiter aufwärts geht. Die FCM-Abwehr zu knacken wird jedoch sehr schwer. Zum einen sind die Magdeburger ausgeruht, da ihr letztes Spiel vor Weihnachten ausfiel.

Zudem fehlen dem KFC Adriano Grimaldi und Dave Gnaase gesperrt. Grimaldi traf zwar erst einmal, dennoch war der Angreifer in den letzten Spielen von Beginn an dabei, ist als robuster Mann eine gute Anspielstation im Sechzehner. Gnaase wird als Antreiber vermisst werden.

Noch schwerer wiegen dürfte aber der Ausfall von Peter van Ooijen, der gegen den FCK früh verletzt runter musste. Der technisch starke Niederländer ist gerade auf engem Raum extrem wertvoll und kam nach seiner Verletzung zu Saisonbeginn immer besser in Fahrt.

Auch abseits des Platzes sind die Perspektiven wenig rosig. Ein Nachfolger für Investor Ponomarev steht noch nicht bereit, die Problematik mit den Trainingsplätzen ist in der schlechten Jahreszeit wieder akut und die Stadt zeigt sich (noch) nicht bereit, wieder Geld für die Erneuerung der Grotenburg bereitzustellen.