Rente statt Löwenstüberl: Christl Estermann geht

Durch dick und dünn mit 1860

Über zwei Jahrzehnte kümmerte sich Christl Estermann um die Gäste des Löwenstüberls.

Bewirtete über zwei Jahrzehnte lang Fans, Spieler, Trainer und Präsidenten: Christl Estermann. ©Imago/Lackovic

1860 München verkündete am Donnerstag einen Abgang: Zum Jahresende wird Christl Estermann, Wirtin des Löwenstüberls, in Ruhestand gehen. Die 75-Jährige betrieb seit über 20 Jahren die Vereinsgaststätte an der Grünwalder Straße.

„Es ist natürlich sehr schade, dass eine solche Ära zu Ende geht, aber wir müssen die Entscheidung akzeptieren“, wird 1860 Geschäftsführer Michael Scharold in einer Pressemitteilung des Klubs zitiert.

Eine der wenigen Konstanten

Estermann begleitete 1860 in über zwei Jahrzehnten durch sämtliche Höhen und Tiefen. Als eine der „wenigen Konstanten im Sechzger-Umfeld“, wie in der Pressemitteilung mit einem Augenzwinkern festgestellt wird.

Den Durchmarsch von der Bayern- bis in die 1. Bundesliga erlebte sie ebenso hautnah mit wie den Absturz in die Regionalliga samt Rückkehr in das Stadion an der Grünwalder Straße und den folgenden Aufstieg in die 3. Liga. Zu ihren Gästen zählten nicht nur Fans der Löwen, sondern auch Spieler, Trainer und Präsidenten.

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. (Christl Estermann über den Ruhestand )

„Sechzig und das Löwenstüberl sind sicherlich ein großer Teil meines Lebens und ich komme jeden Tag mit viel Freude hierher. Aber man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Jetzt ist es Zeit für einen neuen Abschnitt in meinem Leben“, so Estermann. Bereits vor zwei Jahren wollte sie in den Ruhestand gehen, konnte aber zum Weitermachen überredet werden. Zum Jahresende wird aber endgültig Schluss sein.

„Zum großen Abschied planen wir auch noch ein Abschiedsfest mit und für die Christl. Näheres werden wir zu gegebenem Zeitpunkt bekanntgeben“, so Scharold.

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