VfL Osnabrück: Spielsperre für Marc Heider

31-Jähriger muss viermal zuschauen

Marc Heider, VfL Osnabrück

Vier Spiele Sperre – Marc Heider hat sein DFB-Urteil erhalten. ©Imago

Die abgelaufene Saison endete für die Lila-Weißen unschön. Drei Spieler waren in eine Manipulationsaffäre verstrickt, einer davon war Marc Heider. Wie der Verein nun mitteilte, hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes den 31-Jährigen mit einer Sperre von vier Partien belegt – in den Augen des Spieler eine zu drastische Strafe.

Weiterhin beim VfL?

„Zugegeben, vom Urteil selbst bin ich schon etwas enttäuscht, ich hatte es deutlich milder erwartet. Ich habe zu keinem Zeitpunkt den Versuch einer Manipulation unternommen, ohnehin hätte ich als verletzter Spieler gar nicht eingreifen können. […] Nichtsdestotrotz habe ich das Urteil akzeptiert, ich möchte einfach einen Schlussstrich unter diese Angelegenheit ziehen“, äußert sich Heider nach dem Urteil.

Der Mittelfeldspieler, der in der abgelaufenen Spielzeit zum absoluten Stammpersonal der Niedersachsen zählte, gab zudem emotionale Einblicke: „Die letzten Wochen waren sehr hart für mich und meine Familie, das wünsche ich keinem. Deshalb danke ich allen, die von Anfang an hinter mir standen und auch dem Verein für die Unterstützung.“

Er ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. (Lothar Gans)

Lothar Gans, sportlicher Leiter an der Bremer Brücke, deutete bereits an, dass der Verein an der Zusammenarbeit mit dem Spieler festhalten will: „Er ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft, die ebenfalls geschlossen hinter ihm steht.“

Was passiert mit Menga & Willers?

Ein Spieler hat nun Gewissheit über die Konsequenzen der Manipuliatonsaffäre – doch was passiert mit den anderen beiden Akteuren. Während sich Addy-Waku Menga, bei dem ebenfalls eine Sperre von vier Spielen als Strafmaß im Raum steht, dem Regionalligisten BSV SW Rehden anschließen wird, ist die Zukunft von Tobias Willers weiter offen.

Der Verteidiger, der als Strippenzieher dieser Causa gilt, wollte sich zuletzt bei den benachbarten Sportfreunden aus Lotte fit halten, erhielt jedoch keine Freigabe seitens VfL. In einigen Tagen ist der 30-Jährige vertragslos – seine Zukunft dürfte im Vergleich zu den beiden anderen Akteuren jedoch vom DFB-Urteil abhängen.

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