VfL Osnabrück: Thiounes Hoffnung auf Festanstellung

VfL-Coach vor Perspektivgespräch selbstbewusst

Daniel Thioune, Trainer des VfL Osnabrück

Der Richtige an der Bremer Brücke? Interimstrainer Daniel Thioune ©Imago/Kirchner-Media

Mitten im Kampf um den Klassenerhalt will der VfL Osnabrück nach dem 0:3 im Derby bei Spitzenreiter SC Paderborn die Weichen für die nähere Zukunft stellen. In einem sogenannten Perspektivgespräch soll die Entscheidung fallen, ob Interimstrainer Daniel Thioune trotz seiner nur recht mäßigen Bilanz zum Chefcoach befördert wird.

Ich befasse mich nicht mit dem Wort Abstiegskampf. (VfL-Interimstrainer Daniel Thioune)

Thioune jedoch richtete nach der Lektion von Paderborn den Fokus zunächst völlig auf die Mannschaft und demonstrierte weiterhin Zuversicht. „Ich befasse mich nicht mit dem Wort Abstiegskampf“, sagte der Coach in der Neuen Osnabrücker Zeitung zur Lage des Tabellenvorletzten: Das sei eindeutig zu früh und zu negativ: „Diese Stimmung will ich nicht.“

Wenig Anlass zu Optimismus

Eine gedämpfte Atmosphäre an der Bremer Brücke erscheint jedoch trotz Thiounes Optimismus zwangsläufig: Die Tabellensituation gebietet geradezu große Sorgen um den Klassenerhalt, zu eklatant war die Unterlegenheit der Niedersachsen bei Tabellenführer Paderborn, und zu lange schon lässt die erhoffte Wende nach der Trennung vom früheren Cheftrainer Joe Enochs schon auf sich warten.

Doch Thioune will ungeachtet von nur einem Sieg in den fünf Spielen unter seiner Regie selbstbewusst in die Gespräche mit der Vereinsführung gehen. „Ich glaube nicht, dass es in der aktuellen Situation einen besseren Trainer für den VfL gibt“, zitierte die NOZ den 43-Jährigen.

Eine Neuordnung dürfte der VfL-Spitze ohnehin nicht leichtfallen. Die Verpflichtung eines neuen Trainers noch vor der Berufung eines neuen  Sportdirektors erscheint zumindest nicht unproblematisch. Doch bei der Installierung der künftigen Leitung im sportlichen Bereich wiederum will der designierte Präsident Werner Hülsmann nach seiner voraussichtlichen Wahl am 26. November auch mitsprechen.

Somit könnte die Zeit Thiounes wichtigster Verbündeter sein. Bis zur Präsidenten-Wahl trifft Osnabrück nach der Länderspielpause nacheinander auf den VfR Aalen und Aufsteiger Carl Zeiss Jena, deren Niveau eher dem Osnabrücker Leistungsvermögen entspricht als Paderborns Format. Zählbare Ergebnisse in diesen Spielen könnten Thiounes Position beim künftigen VfL-Chef denn auch nachhaltig stärken.

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