René Eckardt gegen Fabio Viteritti

Im Hinspiel gab es ein 2:0 für den FSV – schlagen Eckardt (l.) und Co. nun zurück? ©Imago images/Picture Point

In Spiel eins nach der Entlassung von Rico Schmitt geht es für den FC Carl Zeiss Jena im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld am Montagabend (Anstoß: 19 Uhr) gegen den FSV Zwickau. Der FCC kann dabei auf einer durchaus ansprechenden Leistung in Braunschweig aufbauen, während die Schwäne trotz dreier ungeschlagener Spiele in Folge aufpassen müssen, nicht selbst in den Abstiegs-Strudel zu geraten. Eine gute Nachricht gibt es in jedem Fall für alle Beteiligten: Die Partie wird definitiv angepfiffen, das Sturmtief „Sabine“ ist ausreichend abgeflaut.

Carl Zeiss Jena: Was plant Klingbeil?

Der FC Carl Zeiss Jena eroberte am vergangenen Spieltag mit einer guten Leistung einen Punkt in Braunschweig. Die Einstellung stimmte beim FCC, mit einer effektiveren Chancenverwertung wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen. Dass dies in der vergangenen Woche fast in Vergessenheit geriet, lag an der „Tennisball-Affäre“ und der daraus resultierenden Entlassung von Rico Schmitt.

Interimstrainer René Klingbeil leitete die finalen Trainingseinheiten vor dem Spiel gegen den FSV Zwickau und es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass er einige Umstellungen vornimmt. Zumindest räumte er jedem Spieler eine neue Chance ein.

Damit könnte der FCC zur Wundertüte avancieren. Aufgrund der oben angesprochenen guten Leistung gegen Braunschweig machen zu viele Änderungen allerdings wenig Sinn. Zwei Spieler muss Klingbeil definitiv ersetzen. Ole Käuper sah gegen den BTSV seine fünfte gelbe Karte, Kilian Pagliuca sitzt wie Sturm-Kollege Meris Skenderovic eine Rot-Sperre ab.

Für die vorderste Sturm-Reihe bietet sich Julian Günther-Schmidt an, neben ihm dürfte Daniele Gabriele aufgrund einer zuletzt ordentlichen Vorstellung seinen Platz behalten. Will Klingbeil dem Jenaer Spiel mehr Tiefe verleihen, stünde Anton Donkor bereit.

Im zentralen Mittelfeld könnte Routinier René Eckardt die Position von Käuper einnehmen. Auch eine Variante: Nico Hammann rückt etwas weiter vor und Aytac Sulu übernimmt seinen Platz in der Defensive. Diese steht gegen Zwickau besonders im Fokus: Der FCC ist der einzige Drittligist, der in jedem Spiel immer mindestens ein Gegentor kassierte.

FSV Zwickau: Gute Erinnerungen

Der FSV Zwickau verlängerte unter der Woche den Vertrag mit Trainer Joe Enochs, was eine Signalwirkung in Bezug auf den Zusammenhalt bei den Schwänen haben dürfte. Der FSV zeigte sich bisher nach der Winterpause wie gewohnt als geschlossenes Kollektiv und kann so auch den Ausfall von Elias Huth kompensieren.

Noch ungeschlagen ist der FSV im Jahr 2020 und dennoch ist der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz bei nur vier Punkten kein großer. In Jena steht Zwickau daher unter Zugzwang, den achten Saisonsieg einzufahren. Dabei tut die Enochs-Truppe gut daran, zunächst Wert auf die Defensive zu legen: Fünfmal lag der FSV bereits zur Pause in Rückstand, wenn er auswärts unterwegs war – das toppen nur noch Hansa Rostock und der Chemnitzer FC (jeweils sechsmal).

Dass die Schwäne in der Offensive immer für einen Treffer gut sind, beweisen die letzten drei Spiele, in denen sie jeweils zwei Tore erzielten – genau wie in den letzten beiden direkten Duellen gegen Jena, die Zwickau mit 2:0 gewann. Insgesamt ist die jüngste Bilanz gegen den FCC positiv: Die Westsachsen gewannen acht der letzten zehn Partien gegen Jena bei zwei Niederlagen.

Personell ist im Vergleich mit dem vergangenen Wochenende alles beim Alten. Viele Änderungen an der Startelf sind nicht zu erwarten, vielmehr könnte Enochs derselben Startelf wie gegen 1860 München vertrauen.

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