Carl Zeiss Jena gegen HFC

Analyse, Aufstellung & Quote für den 22.11.2019

Dominik Bock von Carl Zeiss Jena gegen Björn Jopek vom HFC

Dominik Bock (r.) will den Aufwärtstrend mit dem FCC fortsetzen. ©Imago images/Jacob Schröter

Spielt der Tabellenvierte beim Tabellenletzten, sind die Vorzeichen eigentlich klar. In diesem Fall liegt die Sache jedoch anders. Zum einen handelt es sich bei Carl Zeiss Jena gegen den Halleschen FC um eines der vielen umkämpften Ost-Duelle der 3. Liga. Zum anderen gehen die Formkurven in umgekehrte Richtungen. Aufstiegskandidat Halle strauchelte, während Schlusslicht Jena punktete. Am Freitag (Anstoß: 19 Uhr) ist also eine alles andere als einseitige Partie zu erwarten.

Carl Zeiss Jena: Kontern mit Donkor?

Der FCC verlor nur eines seiner letzten vier Spiele und kam am Wochenende im Landespokal weiter, die Form stimmt also. Dennoch beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer immer noch zehn Punkte. Bis Weihnachten müssen also dringend noch Siege her. Halle ist dafür sicher kein leichter Gegner, aber immerhin verlor Jena nur eines seiner letzten vier Duelle gegen den HFC.

Weitere gute Nachrichten gibt es aus dem Lazarett. Trainer Rico Schmitt konnte schon im Pokalspiel wieder auf Dominik Bock zurückgreifen, Julian Günther-Schmidt wurde eingewechselt. Während Bock mit Sicherheit ein Kandidat für die rechte Seite ist, kommt für den Angreifer ein Startelfeinsatz wohl noch zu früh.

Raphael Obermair würde dann wieder auf den linken Flügel rücken, Pierre Fassnacht bliebe die Bank. Im Sturm ist mit dem schnellen Anton Donkor zu rechnen, da gegen Halle die Konter die gefährlichste Waffe sein werden. Er verdiente sich mit dem Tor gegen Viktoria am letzten Spieltag zudem ein Fleißkärtchen von Fußballlehrer Schmitt.

Im Defensivverbund fehlen mit Maximilian Rohr und Marius Grösch jedoch weiter wichtige Leute. Der Angriff funktionierte auch deswegen zuletzt besser als die Abwehr. Nur in einem der letzten neun Spiele schoss der FCC kein Tor, die Null hielt er aber in dieser Saison noch gar nicht.

Hallescher FC: Mai wieder dabei

Nur ein Sieg aus den letzten sieben Spielen - so rutschte Halle aus den Aufstiegsplätzen. Zuletzt hieß es gegen 1860 und Magdeburg jeweils 0:1. In der Länderspielpause gab es ein Testspiel gegen Zweitligist Fürth, das mit 0:0 endete. Drei Spiele also ohne eigenen Treffer, das Team von Torsten Ziegner zeigt erneut, dass es keine Konstanz in die eigenen Offensivbemühungen bekommt.

Gegen Jena ist Ziegner klar, dass seine Elf das Spiel machen muss. Mit einer spielstarken Formation ist also zu rechnen. Diese beginnt hinten, wo mit Sebastian Mai der Führungsspieler schlechthin wieder dabei sein wird. Er kann den Aufbau übernehmen und bei Standards für Gefahr sorgen. Im Mittelfeld ist eine offensive Variante wahrscheinlich, was zu Lasten von Jan Washausen gehen würde. Jonas Nietfeld winkt die Rückkehr in die Startelf.

Letzterer könnte auch ganz vorne für Terrence Boyd auflaufen, falls es bei ihm wegen Knöchelproblemen nicht reicht. Mathias Fetsch wäre eine andere Option. Auch hinter Patrick Göbel steht noch ein Fragezeichen.  Felix Drinkuth oder Florian Hansch wären die möglichen Vertreter.

Der HFC ist gut beraten, eine frühe Führung zu erzielen, denn Jena konnte nach Pausenrückstand noch nie punkten. Allerdings ist das keine Spezialität der Hallenser. In ihren Spielen fielen nur 16 Tore vor dem Seitenwechsel, nur bei Carl Zeiss Jena passiert noch weniger im ersten Durchgang (14 Tore).

Unser abschließender Wett Tipp:

Halle hatte zwei Wochen Zeit, sich neu zu finden und die Krise abzuschütteln. Die individuelle Qualität tut ihr übriges: Halle gewinnt. » Jetzt mit 1.70-Quote bei Interwetten auf HFC-Sieg wetten.