Pascal Breier beim FC Hansa Rostock

Rückt Hansa Rostocks Pascal Breier in die Startelf? ©Imago images/Noah Wedel

Drei Siege in Folge – der FC Hansa Rostock pirscht sich wieder ran an die Aufstiegsränge, muss nun allerdings gleich mehrere Leistungsträger ersetzen. Personell sieht es in Saarbrücken besser aus – wenngleich durchaus Spannung spürbar ist im Saarland. Wie wirkt sich das auf die Partie in Rostock aus?

Hansa Rostock: Bastelarbeit für Härtel

„Wir waren gerade in der ersten Halbzeit brutal effektiv“, sagte FCH-Trainer Jens Härtel nach dem 2:1-Sieg gegen den MSV Duisburg, bei dem vor allem Manuel Farrona Pulido seinen Startelf-Einsatz mit zwei Toren rechtfertigte.

Zu Buche stehen nun drei Siege in Folge für die Kogge, die damit in der Tabelle nur noch knapp hinter den Aufstiegsrängen liegt. Gegen den 1. FC Saarbrücken ergibt sich nun eine jener Chancen, auf die Härtel geduldig lauern wollte. Es werde „Phasen geben, wo man zupacken kann“, sagte er kurz vor Weihnachten und in der derzeitigen Form wäre es vermessen, dies nicht zu versuchen.

Die Defensive jedenfalls stabilisierte sich wieder, kassierte nur ein Gegentor in den letzten drei Spielen. Maßgeblich dafür verantwortlich sind allerdings nicht nur die nominellen Verteidiger, sondern auch die Strippenzieher im Mittelfeld. Winter-Neuzugang Simon Rhein fügte sich sehr gut ein und bildete zuletzt mit Jan Löhmannsröben ein agiles Gespann – zusammen mit Bentley Baxter Bahn sogar ein äußerst dynamisches Mittelfeld-Dreieck.

Allerdings: Nur Rhein kann auch gegen Saarbrücken auflaufen, Löhmannsröben und Bahn sind gelbgesperrt. Kann Oliver Daedlow verletzungsbedingt weiterhin nicht mitwirken, agiert wohl Björn Rother von Anfang an. Durch Bahns Abwesenheit ergibt sich die Möglichkeit zu einer Doppelspitze. Pascal Breier, der allerdings auch als hängender Angreifer agieren kann, stünde bereit.

Bastelarbeit ist allerdings womöglich auch an anderer Stelle gefragt. So gingen Lukas Scherff und Farrona Pulido mit Blessuren aus der Duisburg-Partie. Kann Scherff nicht mitwirken, besteht die Möglichkeit, Julian Riedel wieder auf die Linksverteidiger-Position zu beordern, während Damian Roßbach in die Innenverteidigung rückt.

Roßbach agierte dort bereits bei der 0:2-Niederlage gegen den FCS in der Hinrunde. Damals schickte Härtel seine erste Elf im 4-3-3 auf den Rasen. Möglich ist diesmal neben dem zuletzt gezeigten 4-2-3-1 allerdings auch ein System mit Dreier- beziehungsweise Fünfer-Abwehrkette, wie sie der FCH in der zweiten Halbzeit gegen Duisburg zeigte.

1. FC Saarbrücken: Wo ist die Effektivität?

Was das Ergebnis angeht, sprach FCS-Trainer Lukas Kwasniok nach dem 0:0 gegen den VfB Lübeck von einem „Desaster“. Vor allem die mangelhafte Chancenverwertung seiner Mannschaft trieb den Fußballlehrer auf die Palme. Der positive Rückenwind aus dem 2:1-Sieg beim 1. FC Magdeburg konnte so nicht umgemünzt werden, vielmehr weist der Langzeit-Trend nur einen „Dreier“ in den letzten neun Spielen aus.

Nichtsdestotrotz stehen die Saarländer auf Platz sieben weiterhin gut da, könnten bei einem Sieg wieder an Hansa Rostock vorbeiziehen. Wie das geht, wissen die Vorgänger von Shipnoski und Co. Das erste Aufeinandertreffen beider Vereine überhaupt gewann in der Zweitliga-Saison 1993/94 der FSC mit 4:0 – gleichzeitig der höchste Sieg über den FCH in der Historie.

Die Rache folgte: Von den folgenden sechs Spielen gegen die Kogge konnte der 1. FC Saarbrücken keins gewinnen. Erst in den letzten Spielen besserte sich die Bilanz wieder: Keins der letzten vier Spiele gegen Hansa Rostock verlor der FCS.

Für die folgende Begegnung spielt das natürlich nur eine untergeordnete Rolle. Verbessert werden muss vor allem die Effektivität in der Offensive, die zuletzt nicht nur gegen Lübeck mangelhaft war. Viel Verantwortung wird dabei auf Sebastian Jacob und Nicklas Shipnoski zukommen – die beiden Offensivkräfte erzielten die letzten fünf Treffer des FCS.

Nicht als Torschütze in Erscheinung treten kann jedenfalls Julian Günther-Schmidt, der gegen Lübeck gelb-rot sah und damit gesperrt zuschauen muss. Markus Mendler und Minos Gouras heißen die ersten Alternativen.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Magenta Sport (Anstoß: Mittwoch, 19 Uhr), Kommentar: Andreas Mann, Moderation: Alexander Küpper.

Tipp & Quoten zum Spiel

Hansa Rostock hat Ausfälle zu beklagen, trifft allerdings auf einen Gegner, der nicht in Bestform antritt. Aufgrund der Form-Unterschiede könnte sich ein Heimsieg ergeben. » Jetzt mit bwin Joker ohne Risiko auf  Hansa Rostock tippen!