Welchen Trainer-Typen braucht der BTSV?

Abkehr von eindimensionaler Spielausrichtung?

Henrik Pedersen von Eintracht Braunschweig

Vor dem Aus. Die Trennung von Chef-Trainer Henrik Pedersen scheint wohl nur noch eine Frage der Zeit zu sein. ©Imago/foto2press

Auch wenn der Aufsichtsrat sich erst am Mittwochabend abschließend über die sportliche Zukunft beraten will, stehen die Zeichen zwischen Eintracht Braunschweig und Trainer Henrik Pedersen auf Trennung.

Dilemma-Situation

Während im Umfeld bereits Nachfolge-Kandidaten gehandelt werden, stehen die Löwen vor einer Dilemma-Situation. Denn mit Pedersen ginge der letzte Verantwortliche mit sportlicher Kompetenz von Bord. Stellt sich nun die Frage, ob die Eintracht direkt einen Nachfolger verpflichten oder erst die vakante Sportchef-Position neu besetzen will. Ein neuer sportlicher Leiter hat in der Regel sein eigenes Netzwerk und damit verbundene Vorstellungen eines Trainers.

Drittliga-Erfahrung ein wichtiges Kriterium

Angesichts der prekären Lage kann es sich der BTSV aber nicht leisten, die Trainersuche auf die lange Bank zu schieben, sondern sollte zeitnah eine Lösung präsentieren.  Unabhängig davon, wer sich letztlich hauptverantwortlich für die Verpflichtung eines neuen Trainers zeichnet, darf sich die Eintracht kein weiteres Experiment à la Pedersen erlauben, der nächste Schuss muss sitzen.

Ein reiner „Feuerwehrmann“, der die Mannschaft kurzfristig aus dem Tabellenkeller führt, aber keine nachhaltige Spielidee mitbringt, wäre der falsche Ansatz.  Vielmehr benötigt der BTSV einen routinierten Trainer, der die 3. Liga in- und auswendig kennt und nicht nicht nur eindimensional geschult ist, wie es bei Pedersen mit seiner RB geprägten Idee von Fußball der Fall war.

Für den vorhandenen Kader, der durchaus die Qualität für obere Tabellenregionen hat, bedarf es einer flexiblen und offensiven Spielausrichtung.  Der Kreis an Kandidaten, die in dieses Profil passen, ist überschaubar.  Dass sich die Verantwortlichen aber trotz der öffentlichen Bekenntnisse zu Pedersen intern auch schon mit Alternativen beschäftigt haben, ist kein Geheimnis. Denn dafür bedarf es keiner sportlichen Kompetenz, sondern generellem Verantwortungsbewusstsein für einen Verein.

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