Eintracht Braunschweig: Flop11 der letzten 25 Jahre

Jackson, Thorsen und Co.

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 21.05.2020 | 07:30

Simeon Jackson gegen Rafinha

Einst für die Löwen in der Bundesliga aktiv: Simeon Jackson (vorne). ©Imago images/Schiffmann

Die von uns zusammengestellte Top11 der letzten 25 Jahre von Eintracht Braunschweig kennt Ihr bereits – mitunter sogar interessanter ist aber ein Blick, welche Spieler trotz hoher Erwartungen nicht zündeten. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, eine Flop11 der Vereine zu erstellen.

Als Zeitraum sind wieder die letzten 25 Jahre maßgeblich. Zur Erinnerung: In der Redaktion liegt der Altersschnitt bei Mitte 30, daher können wir die Ereignisse des letzten Vierteljahrhunderts gut bewerten. Heute nehmen wir uns die Flop11 von Eintracht Braunschweig vor.

Tor & Abwehr

Nico Lauenstein stand größtenteils für den BTSV II zwischen den Pfosten, kam in der Saison 2008/09 aber zu zwei Einsätzen eher unglücklicher Natur in der dritten Liga, wie beim denkwürdigen 5:5 gegen Fortuna Düsseldorf.

Alessandro Caruso hatte 30 Zweitliga-Spiele in seiner Vita, als er 2005 nach Braunschweig wechselte. Dort konnte er sich aber nicht durchsetzen und verließ den Verein bereits nach einem Jahr wieder. Letzteres war auch bei Guido Gorges der Fall, der 2002 als gestandener Abwehrmann kam, aber nicht zum Leitwolf mutierte.

Die Abwehr komplettiert Malte Amundsen. Seine Anlagen konnte er in Braunschweig nicht entfalten. Nach elf Spieltagen der Saison 2018/19 musste sein Förderer, Trainer Hendrik Pedersen gehen, im Winter wurde die Leihe mit Amundsen vorzeitig beendet.

Mittelfeld

Früherer deutscher Juniorennationalspieler, Bundesliga-Erfahrung bei Werder Bremen - doch in Braunschweig fungierte Özkan Yildirim nicht als erhoffter Mittelfeld-Regisseur. Nachdem Yildirim längere Zeit vertragslos war, steht er seit Januar dieses Jahres beim türkischen Zweitligisten Menemen Spor unter Vertrag.

Patrick Amrhein kam 2010 als Talent aus Jena, sammelte bereits erste Zweit- und Drittliga-Erfahrung, konnte sich in Braunschweig aber nicht durchsetzen. Als klassisches Missverständnis kann hingegen die Verpflichtung von Igor Barukcic gewertet werden, der lediglich vier Spiele im Eintracht-Trikot bestritt.

Viel erwartet wurde von Jonas Thorsen, der mit gehörig Erfahrung aus Dänemark nach Braunschweig kam. Nur zehn Startelf-Einsätze in der Liga - danach war der Mittelfeldmann nicht mehr gefragt. In Dänemark läuft es wieder besser für ihn: Als Stammspieler geht er in der laufenden Saison beim AC Horsens in der dänischen Superligaen voran.

Sturm

Angreifer werden an Toren gemessen - und davon schoss unser Sturm-Trio für Eintracht Braunschweig kein einziges. Zoran Ratkovic, Simeon Jackson und Alexandru Golban verließen die Hamburger Straße also wieder, ohne einmal gejubelt zu haben.

Gerade von Jackson war im Vorfeld mehr erwartet worden, schoss er sich doch erfolgreich durch die englischen Ligen, bis er in der Premier League, bei Norwich City, ankam. Nach seinem glücklosen Gastspiel in Braunschweig kehrte er zurück auf die Insel, wo er allerdings nie wieder an die Torquoten vergangener Tage anknüpfen konnte. Aktuell kickt er bei Stevenage in der vierten Liga.

Die Flop11 von Eintracht Braunschweig auf einen Blick:

Nico Lauenstein - Alessandro Caruso, Guido Gorges, Malte Amundsen - Özkan Yildirim, Patrick Amrhein, Igor Barukcic, Jonas Thorsen - Zoran Ratkovic, Simeon Jackson, Alexandru Golban