Energie Cottbus: Der Ton wird rauer

Wollitz' Geduldsfaden reisst

Nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen verschärft Claus-Dieter Wollitz den Ton.

Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz nimmt seine Spieler in die Pflicht. ©Imago/Matthias Koch

Nur drei Punkte holte Cottbus aus seinen letzten fünf Spielen und rutschte dadurch auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Vor allem die elf Gegentreffer und ihr Entstehen bereiten Claus-Dieter Wollitz derzeit Kopfzerbrechen. Darum verschärft der Trainer vor dem Heimspiel gegen Jena am Samstag den Ton.

Verletzungen als einzige Konstante

„Wir haben vielen Spielern sehr lange zugestanden, sich in der 3. Liga einzugewöhnen. Ab sofort werden jene Spieler auflaufen, die mit dieser schwierigen Phase, in der wir uns derzeit befinden, umgehen können“, wird der Trainer im Kicker (Ausgabe vom 25.10.2018) zitiert.

Lange Zeit stellte sich die Mannschaft nahezu von alleine auf, da sie immer wieder von Verletzungssorgen geplagt wurde. Aktuell fehlen mit Lars Bender, Daniel Stanese und Jonas Zickert erneut drei Spieler. Außerdem wurde Andrej Startsev nach seiner roten Karte gegen Fortuna Köln für zwei Spiele gesperrt.

Auch hinter Maximilian Zimmer und Philipp Knechtel stehen Fragezeichen. Mit Knieproblemen musste das Duo gegen die Domstädter bereits zuschauen, nach Informationen der Lausitzer Rundschau konnte es noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen.

Die Rechtsverteidiger gehen aus

So könnte Fabian Holthaus am Samstag sein Startelf-Debüt geben. Der Linksfuß wurde bereits am Wochenende in der Schlussphase eingewechselt und rückte ins linke Mittelfeld. Denkbar, dass der 23-Jährige auf dieser Position startet und Fabio Viteritti dafür in die Sturmspitze an die Seite von Streli Mamba rückt. Kevin Scheidhauer, der nach fünf Einsätzen noch auf ein Tor wartet, würde dann auf der Bank sitzen.

Auch hinten rechts muss umgebaut werden, da mit Bender und Startsev zwei Optionen ausfallen. So bleibt mit Marcel Staude nur ein gelernter Rechtsverteidiger übrig, der zu seinem dritten Ligaeinsatz in dieser Spielzeit kommen könnte.

Rangelov vor Comeback?

Die Krux für Wollitz: So groß die defensiven Sorgen auch sein mögen, auch die Offensive präsentierte sich zuletzt äußerst schwach. Vier Tore in den letzten fünf Spielen sind eine magere Ausbeute und definitiv zu wenig, um die Gegentorflut auszugleichen.

Abhilfe könnte Dimitar Rangelov leisten. Der Bulgare heuerte vergangene Woche zum dritten Mal in seiner Karriere bei Energie an und bewies bereits in der Vergangenheit seinen Torriecher. Dass er seit rund fünf Monaten kein Pflichtspiel mehr bestritten hat, bedeutet allerdings auch, dass er nicht im Rhythmus ist. Wollitz dürfte sich also noch ein paar weitere Tage den Kopf zerbrechen, welche Mannschaft er am Wochenende aufstellt.

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