Energie Cottbus: Die Moral machts

Lausitzer drehen Spiel in Schlussphase

Jubeltraube des FC Energie Cottbus in der Partie gegen Fortuna Köln

Energie-Jubeltraube im gestrigen Spiel gegen Fortuna Köln – und Mamba obenauf. ©Imago/Steffen Beyer

Dass in der dritten Liga keine Mannschaft ohne die Elemente Kampf und Leidenschaft überleben kann, ist bekannt, dennoch war die Energieleistung der Cottbuser am gestrigen Samstagnachmittag ein Beleg für eine außergewöhnliche Moral.

Nachdem die Wollitz-Elf zweimal in Führung ging und jedes Mal den Ausgleich kassierte, stand es in der Partie gegen Fortuna Köln in der 74. Minute plötzlich 2:3 aus Sicht des FC Energie, nichts deutete mehr auf einen Sieg des Aufsteigers hin.

Das Comeback

Holthaus war es dann aber, der sechs Minuten später mit seinem ersten Treffer für Energie den Ausgleich wiederherstellte. Doch um an den Nichtabstiegsplätzen dranzubleiben brauchte Cottbus einen Sieg – und erreichte diesen auch, da Streli Mamba in der 86. Minute eine Flanke von Luke Hemmerich über die Linie grätschte.

Eben jener Mamba hatte nach der Partie gehörig Lob für seine Teamkollegen. Der Sieg zeige, „was für eine geile Mannschaft wir sind, uns niemals aufgeben und immer weitermachen. Das hat gezeigt, was hier möglich ist“, so der Angreifer nach der Partie am Mikrofon von MagentaSport.

Wollitz, der Prophet

Für Coach Pele Wollitz hat sich der Treffer des 24-Jährigen angedeutet: „Ich hatte gestern noch ein längeres Gespräch mit Mamba und er hat mir heute eine unfassbare WhatsApp geschickt“, berichtet der Trainer über eine sehr positive Nachricht seines Angreifers.

„Ich habe ihm dann zurückgeschrieben: Wenn du so spielst, wie in den letzten Wochen, belohnst du dich, belohnst du uns.“ – Gesagt getan, die erneute Führung ließ sich Cottbus nicht mehr nehmen und machte dadurch Punkte auf Fortuna Köln, aber auch Großaspach und Braunschweig gut, die ihre Spiele nicht gewinnen konnten.

Bei aller Lobhudelei erinnert Wollitz seinen mit neun Toren besten Stürmer aber auch, dass im Abstiegskampf noch nichts gewonnen ist, obwohl er von seiner Einstellung überzeugt ist: „Er wird alles dafür tun, dass wir am 38. Spieltag über dem Strich stehen. Dann lassen wir ihn gehen, ansonsten wird er eingesperrt“, so Wollitz mit einem Augenzwinkern über Mamba, dessen Vertrag bekanntlich zum Saisonende ausläuft.

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