Energie Cottbus: Die Sturmflaute ist wieder da

Fehlende Kaltschnäuzigkeit ist ein Problem

Streli Mamba hat den Ball im Blick.

Symptomatisch für Cottbus: Streli Mamba erzielte sechs seiner neun Tore nach dem Seitenwechsel. ©Imago/Revierfoto

Die Sturmflaute bei Energie Cottbus schien bereits beendet zu sein. Nachdem die Lausitzer von Anfang Februar bis Anfang März in vier Spielen nur zwei Mal trafen, wirkten die Dreierpacks gegen Münster und Halle wie ein Befreiungsschlag.

Doch das Zwischenhoch ist vorbei, in den letzten drei Partien gegen Karlsruhe, Unterhaching und Zwickau durfte Energie nur einen Treffer bejubeln. Wobei dieser Jubel spärlich ausfiel, war es doch der Anschlusstreffer bei der 1:2-Niederlage gegen den FSV kurz vor Ende der regulären Spielzeit.

Mamba lässt Möglichkeiten liegen

Trainer Pele Wollitz, der sich über erneut zwei dumme Gegentore ärgerte, monierte auf der vereinseigenen Homepage vor allem die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor: „Dann haben wir, wie in den letzten Spielen sehr oft sehr, sehr gute Torchancen nicht verwerten können. das musst Du in dieser Liga aber tun.“

Streli Mamba, mit neun Toren Cottbus‘ erfolgreichster Angreifer, ließ im zweiten Durchgang zwei sehr gute Möglichkeiten liegen. Auch Felix Geisler zeigte Nerven und schob den Ball aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei. Wer weiß: Mit einem früheren Anschlusstreffer wäre vielleicht sogar etwas Zählbares herausgesprungen.

Schwach in Durchgang eins

Ins bisherige Bild der Cottbusser Saison passt auch der Umstand, dass es mit einem Rückstand in die Pause ging. 26 Gegentreffer kassierte Energie bislang in den ersten 45 MinutenLiga-Höchstwert! Dass 23 der 36 Saisontore nach dem Seitenwechsel erzielt wurden, zeugt zwar von einer intakten Moral, zeigt aber eben auch, dass die Offensive regelmäßig im ersten Durchgang schwer auf Touren kommt.

Den Kopf in den Sand stecken kommt für Wollitz aber nicht in Frage: „Wenn wir eines nicht machen werden, dann ist es aufgeben. Wir werden jetzt gegen Fortuna Köln alles raushauen, was wir haben und dieses Spiel gewinnen.“ Mit Blick auf die Tabelle ist das ratsam, zumal eine Woche später mit Jena der nächste direkte Konkurrent wartet.

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