Energie Cottbus: „Ein Sieg kann viel verändern“

Wollitz mit emotionalen Worten vor entscheidenden Wochen

Pele Wollitz auf der Pressekonferenz

Claus-Dieter „Pele“ Wollitz stimmt in Cottbus auf kämpferische Wochen ein. ©Imago/Steffen Beyer

Eine richtungsweise Partie steht am Samstag für die Mannschaft von Pele Wollitz an. Gegner Großaspach hat fünf Punkte mehr auf dem Konto und belegt den ersten Nichtabstiegsplatz „und natürlich erwarte ich jetzt auch, dass wir punkten“, so Wollitz auf der Vorspieltags-Pressekonferenz.

Der FCE-Coach, der unter der Woche Rückendeckung aus dem Verein erhielt, gab dabei zu, dass ihn die momentane Situation mitnimmt. „Es tut auch gut, dass uns die Leute Mut zusprechen und darüber bin ich sehr glücklich. Innerlich bin ich permanent am Weinen, richtig am Weinen“, so Wollitz, der aber noch lange nicht gewillt ist, die Segel zu streichen.

Wann passt die Abstimmung?

Viel mehr schwörte er heute Verein, Mannschaft und Fans auf die verbleibenden 14 Partien ein. In diesen spielt Cottbus mit Großaspach, Zwickau, Fortuna Köln, Jena, Lotte, Aalen und Braunschweig noch gegen alle direkten Konkurrenten im Abstiegskampf und hat sein Schicksal somit selbst in der Hand.

Die Chancen, die wir bekommen müssen verwertet werden. (Pele Wollitz)

„Und ich bin der festen Überzeugung, dass wir die Qualität haben die Klasse zu halten. Ein Sieg kann viel verändern“, so Wollitz weiter. Konkret hofft der Coach darauf, dass die Abstimmungsprobleme, die die Integration der Neuzugänge sowie die der lange verletzten Spieler wie Fabio Viteritti mit sich brachten, bald überwunden sind.

Vor allem die Defensiv-Mechanismen sollten bei Energie dann wieder verbessert werden, denn in jeder Partie nach der Winterpause gab es immer mindestens zwei Gegentore. Wollitz nimmt allerdings auch die Angreifer in vorderster Front in die Pflicht: „Die Chancen, die wir bekommen müssen verwertet werden.“

Wollitz bleibt auch im Falle eines Abstieges

Nicht umsetzen kann das weiterhin Kevin Scheidhauer, der für die kommende Partie ausfällt. Insgesamt stehen Cottbus gegen Großaspach sieben Spieler nicht zur Verfügung. Wer letztlich den Angriff der Lausitzer besetzt, ist noch offen. Eventuell greift Wollitz gegen die SG Sonnenhof zur Variante mit Doppelspitze Rangelov/Mamba, mit der Cottbus den letzten Sieg errang (2:0 gegen Rostock).

Im Hinspiel gegen Großaspach agierte der FCE mit einem Angreifer (Mamba), damals endete die Partie mit 0:0. Die Lage damals nach sieben Spieltagen kann mit der derzeitigen Drucksituation allerdings nur schwer verglichen werden. Sollte Cottbus nicht als Sieger aus der Partie hervorgehen, würde sich die Lage noch einmal zuspitzen.

Dass Cottbus allerdings nicht aufhört zu kämpfen, das machte Wollitz in der heutigen Pressekonferenz klar. Und auch, wenn der schlimmste Fall eintreten sollte: „Ich bleibe auch in der Regionalliga Trainer in Cottbus“, sagte der Trainer heute gegenüber dem RBB.

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