FC Energie Cottbus: Stadionvorstellung

Das Stadion der Freundschaft im Detail

Das Stadion der Freundschaft, Heimspielstätte des FC Energie Cottbus

Beste Bedingungen: Das Stadion der Freundschaft, Heimspielstätte von Energie Cottbus ©Imago/Steffen Beyer

In unserer Reihe der Stadionvorstellungen geht es heute nach Cottbus. Das Stadion der Freundschaft hat schon einiges erlebt, zuletzt den Drittliga-Aufstieg 2017/18. Was noch? Das haben wir in unserem folgenden Artikel für Euch zusammengefasst.

Name: Stadion der Freundschaft (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 22.528 Plätze
Sitzplätze: 10.949 (alle überdacht)
Stehplätze: 11.425 (davon 7.795 überdacht)
Rollstuhlplätze: 50
Gästeblock: Block N, O sowie S 1, separater Eingang an der Südtribüne (Was darf ich mitnehmen?)

Historie

Der Verein begann als SC Cottbus im Jahr 1963, ab dem 30. Januar 1966 benannte sich der Klub um in eine Betriebssportgemeinschaft (BSG Energie Cottbus). Seinen bis heute gültigen Namen trägt der FC Energie seit Sommer 1990. Das heimische Rund entstand in den 1930er Jahren, zunächst als städtisches Stadion.

Seit 1950 ist es das Stadion der Freundschaft, in dem Energie seit den 60ern seine Heimspiele austrägt. Zuvor kickten die Cottbuser zunächst im Stadion der Eisenbahner, dort trägt heute die U19 ihre Heimspiele aus, sowie im Max-Reimann-Stadion, Letzteres wird heute vor allem als Leichtathletikstandort genutzt.

Die DDR-Nationalmannschaft trug über die Jahre hinweg oft ihre Länderspiele in Cottbus aus. Die Fans in der Lausitz sahen damals Spieler wie Ulf Kirsten oder Matthias Sammer über den Rasen pflügen. 2013 war dann letztmals die Frauen-Nationalmannschaft zu Gast. Mit 9:0 wurde Russland vom Platz gefegt, über 10.000 Cottbuser feuerten die deutschen Frauen an.

Das Stadion der Freundschaft liegt nahe der Spree und direkt am Eliaspark. Weiter südlich ist mit dem Spreeauenpark ein noch weitaus größeres grünes Idyll anzutreffen. Warum trägt die Heimstätte der Cottbuser eigentlichen ihren Namen? „Freundschaft“ war einst der Gruß der Freien Deutschen Jugend –  ein Relikt also aus Zeiten der DDR.

Erst im Jahre 1997 schafften die Brandenburger den Sprung in den Profifußball, wussten sich in den zwei höchsten Spielklassen aber über mehr als ein Jahrzehnt zu etablieren. Zehn Spielzeiten kickte Energie in der zweiten, sechs in der ersten Liga. Ein Highlight gab’s aber schon zu Regionalligazeiten: 1997 stand Energie im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart, unterlag jedoch mit 0:2.

2003 wurde die Osttribüne umgebaut und erhielt dabei ein zweites Geschoss. Dadurch erhöhte sich auch die Kapazität auf 22.476 Plätze. Beim Spiel gegen Bayern München am 15. März 2008 war die Arena dann das erste Mal ausverkauft. Und die Zuschauer bekamen was geboten: Cottbus gewann gegen Kahn, Klose & Co. mit 2:0, beide Tore erzielte Branko Jelic.

5.400 Fans sind es im Schnitt, die in dieser Saison zu den Heimspielen der Cottbuser kommen, das ist ziemlich genau der Wert, den die Brandenburger auch im Vorjahr erreichten. Ein möglicher Aufstieg in die dritte Liga würde dann sicher wieder deutlich mehr Fans anlocken – 2015/16, als der FC Energie zuletzt in der 3. Liga mitmischte, waren schließlich durchschnittlich knapp 8000 Zuschauer ins Stadion der Freundschaft gekommen.