FC Ingolstadt fortan Ausbildungsverein?

Zweigleisige Planung bei den Schanzern

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Donnerstag, 30.01.2020 | 10:08

Franz Spitzauer und Michael henke vom FC Ingolstadt

Franz Spitzauer (l.) verordnet dem FCI einen Sparkurs. ©Imago images/Stefan Bösl

Der FC Ingolstadt hat sich auf dem winterlichen Transfermarkt zurückgehalten und keine Verstärkungen verpflichtet. Das liegt zum einen daran, dass Trainer Jeff Saibene durch die Rückkehr von Verletzten wie Frederic Ananou auch so neue Kräfte zur Verfügung stehen, zum anderen gibt es aber durchaus auch finanzielle Zwänge.

Der Abstieg in die 3. Liga hat für ein deutliches Minus in der Bilanz der "Schanzer" gesorgt, berichtet Geschäftsführer Franz Spitzauer im "Donaukurier". Falls es mit der sofortigen Rückkehr ins Unterhaus nicht klappt, wäre ein weiterer Einschnitt notwendig.

Lücke zur 2. Bundesliga zu groß

"Wir geben zwei Lizenzen ab - einmal für die 2. Bundesliga und einmal für die 3. Liga. Wenn wir am Saisonende tatsächlich aufsteigen, werden wir nicht mehr als zehn bis elf Millionen Euro an neuem Fernsehgeld haben. Und wenn wir in der 3. Liga bleiben, müssen wir von den Ausgaben noch mal runter.", so Spitzauer

Um in jedem Fall überlebensfähig zu sein, werde sich der FCI in Zukunft noch mehr als Ausbildungsverein verstehen müssen, Spieler günstig anwerben oder selbst ausbilden und teuer weiterverkaufen.

Gleichzeitig hofft man beim Absteiger auf einen Strategiewandel bei DFL und DFB, damit die Lücke zwischen 2. Bundesliga und 3. Liga kleiner werde. In der letzten Saison war das Thema besonders deutlich hervorgetreten, als die Vereine der 2. Bundesliga den abgestiegenen Traditionsvereinen Braunschweig und Kaiserslautern mit einem Solidaritätsfonds halfen.

Sportlich kann Ingolstadt am Samstag den nächsten Schritt machen, um diese Überlegungen im eigenen Verein irrelevant zu machen und einfach sofort wieder aufzusteigen. Der Tabellenzweite trifft auf den 1. FC Kaiserslautern und kann sich dabei auf seine Heimstärke verlassen: Erst ein Spiel ging zu Hause verloren.

Liga-unabhängig wird indes Nico Antonitsch weiterhin beim FCI spielen. Der Vertrag des Abwehrspielers verlängerte sich durch den 14. Einsatz automatisch.

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