FC Ingolstadt: Kaya zahlt zurück

"Die Mannschaft hat mich immer weiter gepusht."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 14.01.2021 | 09:01
Fatih Kaya beim FC Ingolstadt

Fatih Kaya nahm in der laufenden Saison lange Anlauf. ©Imago images/Stefan Bösl

Um Fatih Kaya, so etwas wie der Shootingstar aus der vergangenen FCI-Saison und gleichzeitig Sinnbild für den proklamierten „Schanzer-Weg“, wurde es ruhig. Stand er in der letzten Spielzeit noch 36 Mal auf dem Platz, verzeichnete er vor dem Match gegen den FSV Zwickau erst acht Einsätze, stand das letzte Mal am zehnten Spieltag gegen Waldhof Mannheim in der Startelf.

Am gestrigen Mittwoch allerdings bekam er seine Chance. Der gesetzte Stefan Kutschke musste gelbgesperrt zuschauen, Trainer Tomas Oral beorderte Kaya an die Seite von Dennis Eckert Ayensa in die Sturmspitze und der Kniff funktionierte.

Clever ließ er in der ersten Halbzeit die Hereingabe von Michael Heinloth zu Eckert Ayensa durch, der diese zum 1:0 verwertete. Nach dem Seitenwechsel war es dann Kaya selbst, der eine Eckert Ayensa-Vorlage am Strafraumrand annahm und flach einschoss – das erste Saisontor für Kaya, der sich nach dem Spiel als vorbildlicher Teamplayer gab.

„Die Mannschaft hat mich immer weiter gepusht, mir das Vertrauen gegeben. Ich habe auf meine Chance gewartet und habe versucht, der Mannschaft zurückzuzahlen, was sie mir gibt“, so Kaya am Mikrofon bei MagentaSport und weiter: „Natürlich bin ich glücklich, nach so langer Zeit ohne Erfolgserlebnis wieder treffen zu können. Aber im Vordergrund steht das wir als Mannschaft Erfolg haben. Dem ordne ich mich unter.“

Last auf mehreren Schultern

Der Mannschaftserfolg, er fußt auch auf einer funktionierenden Offensive: Siebenmal traf der FC Ingolstadt in den letzten drei Spielen. Überhaupt gingen die Schanzer in der laufenden Saison nur dreimal ohne einen Torerfolg vom Platz – zweimal fehlte dabei Stefan Kutschke.

Dass dieser allerdings am gestrigen Mittwoch ersetzt werden konnte, lag an der Gesamtheit des FCI-Spiels. Denn Dennis Eckert Ayensa ist angesichts seiner vier Treffer in den letzten drei Spielen in Form und auch der Druck von hinten funktioniert, wie am Beispiel Michael Heinloth zu sehen ist, der in den letzten sechs Partien fünf Assists lieferte und sich damit anschickt, Hachings Markus Schwabl seinen Platz als Vorlagenkönig der Drittliga-Außenverteidiger streitig zu machen.

Durch den Kaya-Treffer zeigt sich: Der FCI hat wieder eine Option mehr, wenn es darum geht, in der Offensive zum Erfolg zu kommen. Sein Tor dürfte dem 21-Jährigen Selbstvertrauen verleihen. Schon in jungen Jahren hat er jetzt übrigens einen Lieblingsgegner: In drei Auftritten gegen den FSV Zwickau brachte er den Ball zweimal selbst im Tor unter und lieferte ebenso viele Assists.