FC Ingolstadt mit ungewöhnlichem System

Schanzer mauern in Magdeburg

Maximilian Beister (l.) gegen Magdeburgs Sören Bertram.

Am Abwehr-Bollwerk des FCI um Maximilian Beister (l.) biss sich der FCM die Zähne aus. ©imago images/Jan Huebner

Beim FC Ingolstadt war das 4-4-2-System bisher in Stein gemeißelt. Ausnahmslos ließ Trainer Jeff Saibene dabei zwei Sechser ran, die vor der Abwehr aufräumen sollten. Bis zur Fahrt nach Magdeburg. Bereits auf dem Aufstellungsbogen überraschten die „Schanzer“ mit einem ungewohnten 4-1-4-1.

Das brachten die Saibene-Schützlinge dann auch auf den Rasen: Mit dem gelernten Innenverteidiger Thomas Keller auf der Position vor der Abwehr, dem Duo Maximilian Thalhammer und Maximilian Beister als „Achter“.

Ich dachte, wir spielen heute gegen einen Absteiger. (Christian Beck über den FCI)

„Sie haben den Bus hinten geparkt. Ich dachte, wir spielen heute gegen einen Absteiger“, war Magdeburgs Christian Beck am Mikrofon von MagentaSport der Frust deutlich anzuhören. „Wir haben cleverer gespielt und so die drei Punkte geholt“, war Beisters Einordnung des 2:0-Erfolges erwartungsgemäß eine andere.

Dabei war der defensive Spielansatz keinesfalls einem gebrauchten Tag, Sperren, Verletzungen oder ähnlichem geschuldet, sondern eine bewusste Entscheidung. „Uns war klar, dass es ein schwieriges Auswärtsspiel wird, wahrscheinlich das schwierigste der Saison. Wir wollten gut verteidigen und die ein, zwei Nadelstiche setzen“, führte er aus.

Während sich Magdeburg am Defensivverbund die Zähne ausbiss, nutzte Ingolstadt seine zwei Nadelstiche für zwei Tore, blieb somit auch im neunten Spiel in Folge ungeschlagen und kletterte wieder auf einen direkten Aufstiegsplatz. Von dort können die „Schanzer“ jedoch am Sonntag verdrängt werden, sollte sich Braunschweig in Mannheim durchsetzen.

Am Freitag wieder offensiver

Dass das ungewohnte 4-1-4-1-System des FCI in diesem Kalenderjahr nochmal zu sehen sein wird, dürfte aber äußerst unwahrscheinlich sein. Gegen offensive Magdeburger ging diese Taktik zwar auf, am kommenden Freitag im Heimspiel gegen 1860 München dürfte jedoch mehr Initiative erwartet werden. 

Da die „Löwen“ nicht über die Spielstärke der Magdeburger verfügen, dürften sie einen defensiveren Ansatz wählen und den Ingolstädtern somit nicht den Gefallen tun, Räume für Konter anzubieten. Gleiches gilt dann zwei Tage vor Weihnachten, wenn mit Jena das Schlusslicht an die Donau reist.

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