FSV Zwickau: Interview mit Davy Frick

"Das Publikum wird uns antreiben"

Davy Frick jubelt nach seinem Treffer gegen den 1. FC Magdeburg

Zwickauer Leader: In insgesamt 195 Partien stand Davy Frick für den FSV bereits auf dem Feld. ©Imago/Eibner

Am Sonntag kommt es zum Duell zwischen den Schwänen und dem FCC. Davy Frick stamm aus der Jenaer Jugend, wechselte später zum FSV und stieg mit ihm in die dritte Liga auf. Im Interview mit Liga-Drei.de spricht er über seinen Ex-Klub, die Stärken Zwickaus sowie das anstehende direkte Aufeinandertreffen der beiden Ost-Klubs.

Herr Frick, am Sonntag geht es gegen Ihren Ex-Klub FCC. Welchen Jenaer werden Sie besonders herzlich begrüßen?
Davy Frick: „So viele alte Bekannte gibt es gar nicht mehr, da ich bereits vor knapp sieben Jahren nach Zwickau gewechselt bin und sich seitdem einiges verändert hat. Ich kenne aber noch Kapitän René Eckardt und auch Co-Trainer Martin Ullmann, weil er mal in Zwickau gespielt hat.“

Sie kickten seit der Jugend beim FCC. Wie sehr verfolgen Sie das Geschehen dort heute noch?
Frick: „Da Jena nicht so weit weg ist und in unserer Liga spielt, verfolge ich das schon noch. Auch wenn der Nachwuchs im MDR kommt, schaue ich mal rein, allerdings nicht regelmäßig.“

Ist von Respekt geprägt (über sein Verhältnis zu Torsten Ziegner)

Seit über sechs Jahren sind Sie nun jedoch ein Zwickauer. Hätten Sie damals gedacht, dass Sie so lange bleiben?
Frick „Nein, überhaupt nicht. Im Fußball kann man nie vorhersagen, wie es dann läuft. Dass es so gut funktioniert und wir auch diesen Weg in die dritte Liga gehen, das hätte ich mir nicht erträumen können. Ich bin einfach nur stolz darauf, dass wir das geschafft haben und will mit aller Macht versuchen, dass das auch so bleibt.“

Mit dem FSV und Trainer Torsten Ziegner haben Sie bereits viel durchgemacht. Woraus besteht das Verhältnis zu „Ziege“?
Frick: „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, das von Respekt geprägt ist. Er weiß ganz genau, wie er mit mir umgehen muss und ich weiß, wie er so tickt. Dass wir sieben Jahre im selben Klub sind, kommt nicht von ungefähr – das passt einfach.“

Wir sind als Truppe zussammengestanden (über den holprigen Saisonstart)

Nach dem schlechten Saisonstart lief es zuletzt wieder besser. Was hat der Trainer verändert?
Frick: „Am Anfang haben wir auch nicht schlecht gespielt, nur die Ergebnisse haben nicht gestimmt. Dann hat er personell was verändert und auch von den Positionen her ein bisschen umgestellt. Das ist aus meiner Sicht ein Grund, weshalb wir dann besser gespielt haben.“

Ansonsten hat er nichts großartig anders gemacht. Wir haben im Training einfach hart weitergearbeitet und irgendwann wurde das dann belohnt. Auch haben wir in der schwierigen Situation die Ruhe bewahrt, sind als Truppe zusammengestanden. Dann kam der Erfolg wieder.“

Speziell der gute Start der kurzfristigen Neuzugänge Nico Antonitsch und Bentley Baxter Bahn sticht ins Auge. Wie hat es die Mannschaft geschafft die beiden so schnell zu integrieren?
Frick: „Die Aufnahme ins Team wurde ihnen leichtgemacht. Wir funktionieren als Mannschaft sowieso und die Integration der Neuzugänge geht daher immer recht schnell. In meinen Augen sind das zwei absolute Verstärkungen für uns, die momentan aus dem Team nicht wegzudenken sind.“

Gibt´s denn auch ein Aufnahmeritual?
Frick: „Für junge Spieler, die ihr erstes Drittliga-Spiel machen, gibt es das. Die müssen dann singen. Für Neuzugänge gibt es aber leider noch nichts, vielleicht müsste man das mal einführen (lacht).“

Wir dürfen Jena nicht unterschätzen (über das kommende Spiel)

Gegen Jena trifft Zwickau auf eines der schlechtesten Auswärtsteams. Wie sehr spielt das bei der Spielvorbereitung eine Rolle?
Frick: „Gar nicht. Jena ist ein sehr starkes Team, das in der Lage ist gegen uns zu gewinnen. Wir dürfen sie nicht unterschätzen. Jena hat schon in Halle gewonnen, in Würzburg mit zwei Toren geführt, dann noch unentschieden gespielt. Es wird auf jeden Fall ein Duell auf Augenhöhe. Ich bin aber überzeugt, dass wir, wenn wir das zeigen, was wir in den letzten Spielen abgerufen haben und alle 100 Prozent geben, gute Chancen auf einen Heimsieg haben.“

Sie sind der personifizierte Jena-Schreck: Seit acht Partien hat Zwickau nicht mehr gegen den FCC verloren, in allen diesen Spielen standen Sie auf dem Platz. Wieso ist die Bilanz gegen Jena so gut?
Frick: „Statistiken sind Statistiken und das ist mir auch eigentlich egal. Ich hoffe einfach, dass wir am Wochenende gewinnen und dass das dann das neunte Spiel in der Serie ist.“

Wie wichtig ist für die Mannschaft dabei auch die Unterstützung der Fans?
Frick: „Man hat es gegen Magdeburg gemerkt: Das pusht einen auf dem Platz schon nochmal richtig. Erstmal sind jedoch wir Spieler gefragt, auf dem Platz eine Einheit darzustellen. Dann merken das auch die Fans. Wir haben ein gutes Publikum, das uns auch am Wochenende gegen Jena wieder antreiben wird und da freue ich mich schon darauf.“

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