MSV Duisburg: Die Defensive macht Sorgen

Seit sieben Partien nicht mehr zu Null gespielt

Marvin Compper im MSV-Trikot.

Auch Marvin Compper erwischte gegen Chemnitz nicht seinen besten Tag. ©imago images/Revierfoto

Auch im zweiten Anlauf innerhalb von vier Tagen hat es der MSV Duisburg verpasst, wieder auf einen Aufstiegsplatz zu klettern. Die 1:3-Niederlage in Chemnitz war wenige Tage nach dem 1:3 gegen Meppen bereits die zweite in Folge für die ambitionierten Zebras.

Gegen den CFC war Trainer Torsten Lieberknecht nur in den ersten 15 Minuten mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden, wie er auf der MSV-Homepage sagte. „Danach waren wir in vielen Phasen körperlos unterwegs. Das ist das, was ich bemängle und der Mannschaft im Kreis gesagt habe“, gab er darüber hinaus einen Einblick in seine Ansprache nach der Partie.

Länderspielpause kommt zum richtigen Zeitpunkt

Während seine Mannschaft mit bereits 24 Treffern die gefährlichste der Liga ist, sieht das in der Defensive ganz anders aus. Gegen Chemnitz musste Torhüter Leo Weinkauf die Gegentore 16, 17 und 18 hinnehmen, seit sieben Spielen hat der MSV somit nicht mehr zu Null gespielt.

Mit personellen Änderungen auf diese Durchlässigkeit zu reagieren, wird aber speziell in der Defensive schwer. Durch den erneuten langen Ausfall von Sebastian Neumann steht mit dem 19-jährigen Vincent Gembalies nur eine unerfahrene Alternative zum bislang gesetzten Duo Marvin Compper und Lukas Boeder zur Verfügung.

So dürfte Lieberknecht die Länderspielpause dafür nutzen, vor allem an den defensiven Abläufen zu feilen und seiner Mannschaft ein Konzept an die Hand zu geben, künftig kompakter zu stehen. Dass in Anbetracht der unbestrittenen individuellen Qualität im MSV-Kader ein Großteil der Gegner auf schnelles Umschaltspiel setzen wird, dürfte sich auch an der Wedau herumgesprochen haben.

Selbstvertrauen im Pokal tanken

Am kommenden Samstag trifft Duisburg in der 2. Runde des Landespokal auf Velbert, der Oberligist dürfte die Zebras wohl kaum vor unlösbare Aufgaben stellen. Dafür sollte diese vermeintliche Pflichtaufgabe genutzt werden, um nach den eingangs erwähnten Niederlagen Selbstvertrauen zu tanken.

Denn nach der Pause kommt der zuletzt ebenfalls wenig überzeugende FCK nach Duisburg. Da die Pfälzer in Anbetracht ihrer Auftritte nicht vor Selbstvertrauen strotzen, dürfte auch dort auf den MSV die Aufgabe zukommen, aktiv das Spiel zu gestalten. Dies birgt freilich die Gefahr, erneut zu großes offensives Risiko einzugehen und die Defensive zu vernachlässigen. Zwei Wochen bleiben Lieberknecht, genau das auf dem Trainingsplatz zu verhindern.

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