MSV Duisburg: Lieberknecht poltert nach Niederlage

"Wir schießen uns das Tor selbst rein."

Torsten Lieberknecht beim MSV Duisburg.

Tat seinem Unmut offen kund: MSV-Trainer Torsten Lieberknecht. ©Imago images/MaBoSport

Die Situation ist paradox: Der MSV Duisburg verlor am gestrigen Sonntag zum dritten Mal in Folge – doch auch die Konkurrenz ließ Federn und so grüßen die Zebras weiterhin von der Tabellenspitze. Dass der Schein allerdings trügt, wurde nach dem 0:1 gegen Meppen deutlich.

Aus dem sonst so besonnenen Torsten Lieberknecht brach es am Mikrofon von Magenta Sport heraus: „Scheiße“, so der MSV-Coach energisch auf die Frage, wie er das Spiel seiner Mannschaft bewerte und weiter: „Natürlich stehen wir mit leeren Händen da, gute Leistung hin oder her. Wir müssen das Ding hier einfach mal zu Null zu Ende bringen. Wir schießen uns das Tor selbst rein.“

Entwicklung stockt

Damit spricht Lieberknecht den individuellen Fehler von Vincent Gembalies an, dessen Ballverlust weit in der eigenen Hälfte den Meppener Treffer einleitete. Dass aus den Duisburger Reihen deswegen aber relativ harsche Töne zu hören waren, überraschte am Ende doch.

Denn noch nach der Niederlage gegen Zwickau am 24. Spieltag reagierte Lieberknecht relativ gelassen auf die Situation, meinte, seine noch relativ Drittliga-unerfahrene Mannschaft müsse gegen gestandene Spieler noch dazulernen – was aber offensichtlich nicht geschah, denn auch im Emsland gewann letztlich das clevere, das abgezocktere Team.

Auch spielerisch ist bei weitem noch nicht alles Gold, was glänzt, wie bei der 2:3-Niederlage gegen Waldhof Mannheim zu sehen war. Dabei fanden die Zebras keine Mittel gegen die taktischen Umstellungen beim Gegner.

Mehr Erfahrung mit Compper?

Wo also ansetzen vor der kommenden Partie gegen den 1. FC Magdeburg? Wie es Lieberknecht sagte, zu Null zu spielen wäre ein Fortschritt, das gelang dem MSV in den letzten zwölf Ligaspielen nicht. Falls die Zebras der Negativserie mit mehr Erfahrung entgegenwirken wollen, gibt es jedenfalls noch die Option Marvin Compper, der gegen Meppen nach überstandener Verletzung wieder auf der Bank saß.

Nicht zu erwarten ist jedoch trotz der drei Niederlagen in Folge, dass der MSV jetzt in Aktionismus ausbricht. Geschäftsführer Michael Klatt stellt gegenüber Reviersport klar: „Im Moment steht niemand zur Disposition.“

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